{"id":5863,"date":"2026-05-26T10:25:49","date_gmt":"2026-05-26T08:25:49","guid":{"rendered":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/?p=5863"},"modified":"2026-05-26T10:25:50","modified_gmt":"2026-05-26T08:25:50","slug":"warum-froebels-kindergartenpaedagogik-heute-noch-relevant-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/beitrag\/5863\/","title":{"rendered":"Warum Fr\u00f6bels Kindergartenp\u00e4dagogik heute noch relevant ist"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage, ob Friedrich Fr\u00f6bel und die mit seinem Namen verbundene Kindergartenp\u00e4dagogik aktuell relevant sind, mag erstaunen. Schlie\u00dflich werden seine p\u00e4dagogischen Ideen bis heute, mehr als 180 Jahre nach der Er\u00f6ffnung des ersten Kindergartens, diskutiert. So hat Oelkers <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-SU2QYTW9--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:SU2QYTW9}', 'format': '(%d%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> erst k\u00fcrzlich betont, dass Fr\u00f6bel zu den renommiertesten Erziehungsphilosophen des sp\u00e4ten 18. und fr\u00fchen 19. Jahrhunderts geh\u00f6rt. Auch Franke-Meyer &amp; Reyer <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-9TXFFTIX--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:9TXFFTIX}', 'format': '(%d%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> z\u00e4hlen Fr\u00f6bel zu den \u201emehrheitsf\u00e4higen\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-9TXFFTIX--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '9', 'items': '{2445049:9TXFFTIX}', 'format': '(%p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> Klassikern der P\u00e4dagogik der fr\u00fchen Kindheit, eine Einsch\u00e4tzung, die Kas\u00fcschke <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-S8DZBAJR--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:S8DZBAJR}', 'format': '(%d%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> teilt. Und soeben wurde die Kindergartenidee von der Deutschen UNESCO-Kommission als \u201e<a href=\"https:\/\/www.unesco.de\/staette\/kindergartenidee-nach-friedrich-froebel-als-kulturelle-form-fruehkindlicher-erziehung-und-bildung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Immaterielles Kulturerbe<\/a>\u201c anerkannt. Fr\u00f6bel ist ein Klassiker der deutschen und internationalen Fr\u00fchkindp\u00e4dagogik.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun sind derartige akademische Klassikerdiskurse durchaus fragw\u00fcrdig. Wer oder was als Klassiker gilt, hat oftmals mehr mit selektiver Rezeption und Deutungen der Gegenwart als mit einer vermeintlich \u00fcberzeitlichen Bedeutung des Vergangenen zu tun. Fraglos ist jedoch, dass man sich bis heute auf ihn bezieht, insbesondere international, wo Fr\u00f6bel innovativ rezipiert und weitergedacht wird, siehe z.B. <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4QKL8EIY--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4QKL8EIY}', 'format': '%a%, %d%, %p%', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, die Projekte des <a href=\"https:\/\/www.froebel.org.uk\/\">Froebel Trusts<\/a> oder <a href=\"https:\/\/ger.mercy.edu\/index.php\/ger\/issue\/view\/49\"><em>Finding Froebel: National and Cross-National Pedagogical Paths in Froebelian Early Childhood Education<\/em><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum aber sollte man sich eigentlich mit Fr\u00f6bel und seinem uns heute fremd und esoterisch anmutenden (p\u00e4dagogischen) Denken besch\u00e4ftigen? Worin liegt der Gewinn, Fr\u00f6bel zu lesen und mit ihm zu denken? Im Folgenden werde ich zun\u00e4chst diskutieren, was zu erwarten ist, wenn man sich mit Fr\u00f6bel auseinandersetzt, und welche Schwierigkeiten dabei bestehen. Anschlie\u00dfend werden wesentliche Elemente von Fr\u00f6bels Denken pr\u00e4sentiert. Dies geschieht anhand von Originalquellen, um Fr\u00f6bel mit all seinen Eigenheiten Raum zu geben. Zugleich diskutiere ich, inwieweit es sich lohnt, mit Fr\u00f6bel \u00fcber aktuelle Probleme nachzudenken, wobei ich mich speziell auf den sich gegenw\u00e4rtig vollziehenden Zerfall der Demokratie beziehe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"722\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Froebel_pictura_146427_89350651-53ec-4421-a21b-1561384935de.png\" alt=\"Portr\u00e4t von Fr\u00f6bel\nQuelle: https:\/\/pictura.bbf.dipf.de\/viewer\/image\/146427_89350651-53ec-4421-a21b-1561384935de\/1\/\" class=\"wp-image-5869\" srcset=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Froebel_pictura_146427_89350651-53ec-4421-a21b-1561384935de.png 722w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Froebel_pictura_146427_89350651-53ec-4421-a21b-1561384935de-217x300.png 217w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Froebel_pictura_146427_89350651-53ec-4421-a21b-1561384935de-137x190.png 137w\" sizes=\"auto, (max-width: 722px) 100vw, 722px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Abbildung 1: Friedrich Fr\u00f6bel, 1902 (Quelle: <a href=\"https:\/\/pictura.bbf.dipf.de\/viewer\/image\/146427_89350651-53ec-4421-a21b-1561384935de\/1\/\">PicturaPaedagogica<\/a>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum sollte man Fr\u00f6bel heute lesen und wie man dabei vorgehen sollte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer je einen Fr\u00f6beltext in die Hand genommen hat, wird feststellen, dass es kein Vergn\u00fcgen ist, Fr\u00f6bel zu lesen; er ist ein schwer verst\u00e4ndlicher, vieldeutiger Denker, dem es nie gelungen ist, seine Ideen klar zu formulieren. Der unverst\u00e4ndliche Schreibstil, die fremdartige Terminologie und die fehlende Systematik seiner Schriften \u2013 all dies verwehrt den leichten Zugang. Hinzu kommt, dass Fr\u00f6bel nie ein systematisches Werk zur Theorie und Praxis des Kindergartens verfasst hat. Stattdessen hat er seine Kindergartenp\u00e4dagogik in zahlreichen Briefen, Essays und Zeitschriftenbeitr\u00e4gen in den 1840er-Jahren entfaltet, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, je nachdem, was er sich von der jeweiligen Korrespondenz erhoffte. Bis heute fehlt eine annotierte Gesamtausgabe, und es besteht nur bedingt Einigkeit dar\u00fcber, welche die wesentlichen Schriften zur Kindergartenp\u00e4dagogik sind. Und man muss dann auch noch wissen, in welcher Ausgabe man diese Texte finden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Helmut Heiland hat f\u00fcr die Auseinandersetzung mit Fr\u00f6bel einen Ansatz vorgeschlagen, den er als \u201eauthentischen Fr\u00f6bel\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-SYRKKNFX--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:SYRKKNFX}', 'format': '(%d%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> bezeichnet. Damit ist nun nicht gemeint, dass es nur einen \u201ewahren\u201c Fr\u00f6bel oder eine \u201erichtige\u201c Idee von seiner Kindergartenp\u00e4dagogik gibt. Unterschiedliche Interpretationen oder zumindest Schwerpunkte beim Lesen von Fr\u00f6bel sind m\u00f6glich, vielleicht sogar unvermeidlich. Aber \u2013 so Heilands Vorschlag \u2013 n\u00f6tig sind doch Analysen, die auf m\u00f6glichst vielen Quellen, auf \u201eQuellentotalit\u00e4t\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-SYRKKNFX--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '166', 'items': '{2445049:SYRKKNFX}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> basieren. Und spricht man von Fr\u00f6bels Kindergartenp\u00e4dagogik, dann sollte man sich auf Schriften aus den 1840er-Jahren, und eben nicht allein auf Fr\u00f6bels <a href=\"https:\/\/froebelweb.de\/index.php\/froebels-schaffen\/menschenerziehung\"><em>Die Menschenerziehung<\/em><\/a> von 1826 beziehen. Es geht darum, Fr\u00f6bel im Original sowie in so vielen relevanten Quellen wie m\u00f6glich zu lesen. Subjektive Auswahlen sind zwar notwendig, sollten jedoch durch eine Vielzahl von Prim\u00e4rquellen abgesichert sein \u2013 eben dem \u201eauthentischen\u201c Fr\u00f6bel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum aber sollte man sich auf Fr\u00f6bel einlassen und \u201cmit ihm denken\u201c, worunter ich den Versuch verstehe, sich von Fr\u00f6bels Denken anregen zu lassen, um \u00fcber aktuelle (p\u00e4dagogische) Probleme nachzudenken? Voraussetzung ist zun\u00e4chst, sich auf die fremde Sprache und Denkweise einzulassen. Nur so l\u00e4sst sich eine \u201eethische Beziehung zu einem Gedanken\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-DTC7QA8I--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '544', 'items': '{2445049:DTC7QA8I}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, wie Marek Tesar es genannt hat, entwickeln. Es geht nicht darum, Fr\u00f6bels P\u00e4dagogik w\u00f6rtlich zu nehmen und umzusetzen. \u201cThere is no wish to return to the rigid prescription of earlier times\u201d <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-E5TBKSB9--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '101', 'items': '{2445049:E5TBKSB9}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Auch sollte man keine konkreten Ratschl\u00e4ge f\u00fcr die Praxis erwarten. Fr\u00f6bel l\u00e4sst sich nicht auf eine \u201epraktische Methode\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-DTC7QA8I--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:DTC7QA8I}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> reduzieren. Einfache L\u00f6sungen f\u00fcr die dr\u00e4ngenden Probleme der Gegenwart wird man bei Fr\u00f6bel nicht finden, wie auch? In diesem Sinne ist die Lekt\u00fcre sinnlos. Dennoch, so die hier vertretene These: Denken mit Fr\u00f6bel hilft dabei, den Status quo &#8218;Fr\u00fchkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE)'<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_5863_1('footnote_plugin_reference_5863_1_1');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_5863_1('footnote_plugin_reference_5863_1_1');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_5863_1_1\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[1]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_5863_1_1\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> in Frage zu stellen. Mit Fr\u00f6bel lassen sich Alternativen, neue \u201eUtopien\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-TFPHH94K--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:TFPHH94K}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> denken. Und eben dies erscheint wesentlich: neue, andere Fragen zu stellen und nicht auf Antworten zu warten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Historische Bedeutungskontexte ernst nehmen: Das \u201esph\u00e4rische Gesetz\u201c und seine Verbindung zur Kindergartenp\u00e4dagogik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Will man aber mit Fr\u00f6bel denken, muss man ihn auch verstehen. Und dies bedeutet, sich f\u00fcr Fr\u00f6bels Weltverst\u00e4ndnis zu interessieren: das \u201esph\u00e4rische Gesetz\u201c. Dies ist heute zwar wenig popul\u00e4r, aber doch notwendig, um die Kindergartenp\u00e4dagogik, wie sie Fr\u00f6bel selbst begriffen hat, zu verstehen. Anthropologie, allgemeine p\u00e4dagogische Theorie, Schulp\u00e4dagogik und Kindergartenpraxis \u2013 all dies leitet sich aus dem \u201esph\u00e4rischen Gesetz,\u201c f\u00fcr Fr\u00f6bel das Wesen aller Dinge, ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00f6bel hatte seit seinem Weggang von der Familie von Holzhausen im Jahr 1810 ernsthaft \u00fcber das Wesen dieses Gesetzes nachgedacht. Zehn Jahre sp\u00e4ter, als er mit seinen Gef\u00fchlen f\u00fcr seine Nichte Albertine k\u00e4mpfte, versuchte er erneut, seine metaphysisch-theologisch begr\u00fcndete Anthropologie auszuarbeiten. Fr\u00f6bel hatte urspr\u00fcnglich vorgehabt, ein Werk mit dem Titel <em>Das Streben der Menschen<\/em> zu ver\u00f6ffentlichen; dazu kam es jedoch nie. Stattdessen ver\u00f6ffentlichte er 1821 die zweite Keilhauer Werbeschrift mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.froebelweb.de\/index.php\/froebels-schaffen\/keilhauer-schriften\"><em>Durchgreifende, dem deutschen Charakter ersch\u00f6pfend gen\u00fcgende Erziehung ist das Grund- und Quellbed\u00fcrfnis des deutschen Volkes<\/em><\/a>. Zusammen mit den Notizen im gleichzeitig verfassten Tagebuch sind die \u00a7\u00a7 19\u201352 eine der verst\u00e4ndlichsten Darstellungen des \u201esph\u00e4rischen Gesetzes\u201c. Hinzu kommen die einleitenden Abs\u00e4tze (\u00a7\u00a7 1\u201323) von <em>Die Menschenerziehung<\/em>. Sp\u00e4ter, w\u00e4hrend der 1830er-Jahre in der Schweiz, war das \u201esph\u00e4rische Gesetz\u201c und ein entsprechendes Leben in \u201eLebenseinigung\u201c, also ein Leben, das den \u201eWahrheiten\u201c des \u201esph\u00e4rischen Gesetzes\u201c folgt und diese bewusst im Leben umzusetzen versucht, &nbsp;in den Briefen an die Keilhauer Gemeinschaft ein st\u00e4ndiges Thema <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-LA6FWS9H--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:LA6FWS9H}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Aber auch in den 1840er-Jahren war es in seiner Verbindung zum Kindergarten pr\u00e4sent. Hier sticht der <a href=\"https:\/\/editionen.bbf.dipf.de\/exist\/apps\/briefedition-friedrich-froebel\/briefe\/fb1846-03-21-01.xml#ML1\">Brief an Max Leidesdorf vom 21. M\u00e4rz 1846<\/a> <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> heraus, eine der pr\u00e4gnantesten Erkl\u00e4rungen des Sph\u00e4rengesetzes, die Fr\u00f6bel mit Fragen der Erziehung und des Kindergartens verbindet <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4H8S7KXM--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4H8S7KXM}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was aber meinte Fr\u00f6bel mit dem \u201esph\u00e4rischen Gesetz\u201c?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEinen Grund, Einen Quell, Einen Ausgangspunkt nur hat alles Daseiende, hat alles, was wir Natur, Welt, Sch\u00f6pfung, All nennen; hat alles Wesen, alles Sein, alles Leben, wo es nur immer erscheint und sich kund thut, oder wo es selbst noch, \u2013 geahnet oder ungeahnet \u2013 schlummert\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, 1\/1R)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und \u201edieser Urgrund, Uranfang und Urquell alles Daseienden ist das in sich u. durch sich bewu\u00dfte Wesen, Sein u. Leben selbst; ist das sich Bewu\u00dfte in sich Einige, darum Gute, Gott\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, 1R)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Gott ist der \u201eUrquell u. Sch\u00f6pfer aller Dinge\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, 1R)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Alles, was existiert, Natur und Menschheit, ist von Gott geschaffen. Der Mensch aber, als \u201edie Krone und Bl\u00fcthe, die Frucht der Sch\u00f6pfung\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, 1R)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, ist dazu berufen, sich bewusst zu werden, dass Gott in allem ist und gesehen werden kann. Mehr noch, Menschen m\u00fcssen entsprechend leben. Der Mensch allein kann seine Umgebung nicht nur wahrnehmen, sondern auch verstehen und die Zusammenh\u00e4nge zwischen allem, was existiert, begreifen. Er muss sich bewusst werden, dass er als Einheit existiert, so wie alles Daseiende als Einheit existiert. Jeder Mensch hat die M\u00f6glichkeit, sein Inneres zu formen, indem er \u00fcber sein \u201esph\u00e4risches Wesen\u201c nachdenkt und \u201esph\u00e4risch\u201c handelt \u2013 um so in \u201eLebenseinigung\u201c zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem \u201esph\u00e4rischen Gesetz\u201c und der Aufgabe der gelebten \u201eLebenseinigung\u201c ergeben sich f\u00fcr Fr\u00f6bel auch die Mittel und das Ziel von Erziehung. Nur eine Erziehung \u2013 Fr\u00f6bel hat sie am Ende seines Lebens als \u201eentwickelnd-erziehende Menschenbildung\u201c bezeichnet \u2013, die der aus dem \u201esph\u00e4rischen Gesetz\u201c ergebenden Wahrheit folgt, ist nat\u00fcrlich und wird der nat\u00fcrlichen Entwicklung eines Kindes gerecht. Das \u201eWelt- u. Lebensgesetz\u201c ist \u201eder Schl\u00fcssel zur wahren Erkenntni\u00df und zur richtigen Beachtung u. Behandlung jedes Dinges, also auch der Schl\u00fcssel zur allseitig entsprechenden und gen\u00fcgenden Erziehung des Menschen\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, 2R)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dies ist folglich auch die Aufgabe des Kindergartens. Der Kindergarten ist ein Ort, an dem \u201eKinder zur Kundmachung und Offenbarung wie zum Bewu\u00dftwerden und bewu\u00dften Darleben ihres eigentlichen Menschenwesens, des G\u00f6ttlichen in menschlicher Erscheinung gepflegt und erzogen werden sollen\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-UZYIPF5X--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '155', 'items': '{2445049:UZYIPF5X}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Sein Ziel ist es, den Menschen darin zu unterst\u00fctzen, zu seiner Bestimmung, zur \u201eLebenseinigung\u201c zu gelangen. F\u00fcr Fr\u00f6bel ergeben sich alle p\u00e4dagogischen Bem\u00fchungen und deren Ziele aus dem \u201esph\u00e4rischen Gesetz\u201c, ignoriert man dies, kann man Fr\u00f6bels Kindergartenp\u00e4dagogik nicht \u201eauthentisch\u201c und immer nur verk\u00fcrzt darstellen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"467\" height=\"339\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Picture_Kindergarten.jpg\" alt=\"Fr\u00f6bel-Kindergarten Lithographie by A. Schmiedeknecht around 1840 Bildarchiv Friedrich-Fr\u00f6bel-Museum Bad Blankenburg (Picture Library Friedrich-Fr\u00f6bel-Museum Bad Blankenburg\" class=\"wp-image-5870\" srcset=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Picture_Kindergarten.jpg 467w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Picture_Kindergarten-300x218.jpg 300w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Picture_Kindergarten-262x190.jpg 262w\" sizes=\"auto, (max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Abb. 2: Fr\u00f6bels Kindergarten in Blankenburg, Lithographie von A. Schmiedeknecht, um 1840 (Bildrechte: Bildarchiv Friedrich-Fr\u00f6bel-Museum Bad Blankenburg)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum Fr\u00f6bels P\u00e4dagogik bis heute relevant ist<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All dies klingt heute nur wenig attraktiv. Und dennoch f\u00fchlen sich viele Praktiker:innen, gerade auch im internationalen Kontext, von Fr\u00f6bel inspiriert. Warum? Ich werde nun auf einige wesentliche Ideen seiner Kindergartenp\u00e4dagogik eingehen, die bis heute bedenkenswert sind. Dabei werde ich Bezug auf die gesellschaftspolitischen Ver\u00e4nderungen nehmen, die mit dem Politologen Veith Selk <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4TLJTMGU--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4TLJTMGU}', 'format': '(%d%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> als \u201eDemokratied\u00e4mmerung\u201d bezeichnet werden k\u00f6nnen. Man kann nat\u00fcrlich bezweifeln, dass P\u00e4dagogik \u00fcberhaupt in der Lage ist, zur L\u00f6sung gesellschaftspolitischer Probleme beizutragen, und dieser empfehlen, sich lieber auf das p\u00e4dagogische Kerngesch\u00e4ft zu konzentrieren. All dies mag sicher richtig sein. Angesichts der Bedeutung und der gravierenden Konsequenzen, die die Zerst\u00f6rung der Demokratie f\u00fcr Kinder und ihre Zukunft hat, erscheint es mir jedoch unverantwortlich, derartige Themen zu ignorieren. Deshalb m\u00f6chte ich einige \u00dcberlegungen teilen. Zwar bin ich mir bewusst, dass ich kaum befriedigende L\u00f6sungen bieten kann. Aber beim Denken mit Fr\u00f6bel geht es ja zum Gl\u00fcck weniger darum, die richtigen Antworten zu liefern, als vielmehr darum, neue Fragen zu stellen. Die Hoffnung ist, so neue Diskussionen anzuregen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demokratie befindet sich in der Krise <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-J82PFPGN-_-2445049-IC7L73NK-_-2445049-ESMDUTU6-_-2445049-4TLJTMGU--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:J82PFPGN},{2445049:IC7L73NK},{2445049:ESMDUTU6},{2445049:4TLJTMGU}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Weltweit werden die Demokratie, ihre Legitimation und Effektivit\u00e4t, skeptisch betrachtet. 2024 ist das neunzehnte Jahr in Folge, in dem Freiheit und Demokratie global zur\u00fcckgegangen sind <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-WBRFNY9W--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:WBRFNY9W}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Selbst liberale Demokratien, die als stabil galten, sind bedroht oder werden bereits langsam in autokratische Systeme \u00fcberf\u00fchrt <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-BPICZ7CI--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:BPICZ7CI}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Demokratie stirbt dabei nicht mit einem lauten Knall, und eine solche \u201eDemokratied\u00e4mmerung\u201c hat auch in Deutschland l\u00e4ngst begonnen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr Fr\u00f6bels Heimat. In Th\u00fcringen hat bei der letzten Bundestagswahl eine als gesichert rechtsextrem eingestufte, um nicht zu sagen, faschistische Partei 38,6 % der Stimmen erhalten. Und nach den Landtagswahlen im September 2026 in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist es m\u00f6glich, dass eben diese Partei an die Macht kommt. Was mag dies f\u00fcr Fr\u00f6bels Erbe bedeuten? Welche Rolle kann, ja muss, eine Fr\u00fchkindp\u00e4dagogik in Fr\u00f6bels Namen spielen, um demokratische Werte und gelebte Alltagsdemokratie zu st\u00e4rken? Und wie anf\u00e4llig ist Fr\u00f6bel f\u00fcr eine Vereinnahmung durch rechtsgerichtetes Gedankengut?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>War Fr\u00f6bel ein Vertreter einer Nationalerziehung?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00f6bels P\u00e4dagogik enth\u00e4lt fraglos Elemente nationaler Erziehung. Und rei\u00dft man diese aus dem Kontext, k\u00f6nnen sie missverstanden werden. So hie\u00df das Institut in Keilhau \u201eAllgemeine Deutsche Erziehungsanstalt\u201c, und w\u00e4hrend der fr\u00fchen 1820er-Jahre hat Fr\u00f6bel auch sein Konzept einer National-, oder besser Volkserziehung entwickelt, &nbsp;insbesondere in den Schriften <a href=\"https:\/\/www.froebelweb.de\/index.php\/froebels-schaffen\/keilhauer-schriften\"><em>An unser deutsches Volk<\/em><\/a> <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-PG8TI5Y8--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:PG8TI5Y8}', 'format': '(%d%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> und <a href=\"https:\/\/www.froebelweb.de\/index.php\/froebels-schaffen\/keilhauer-schriften\"><em>\u00dcber deutsche Erziehung \u00fcberhaupt und \u00fcber das allgemeine Deutsche der Erziehungsanstalt in Keilhau insbesondere<\/em><\/a> <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-JM3XF7PN--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:JM3XF7PN}', 'format': '(%d%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-QY8HFY7P--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:QY8HFY7P}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Und 1841, als er den \u201eallgemeinen deutschen Kindergarten\u201c vorstellte, betonte Fr\u00f6bel erneut:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cWas spricht sich nun als Wesen, Forderung und Eigenschaft dieses allgemeinen <em>deutschen <\/em>Kindergartens aus:<br>1. Er hei\u00dfe nicht nur, sondern sei auch wahrhaft ein <em>deutscher <\/em>Kindergarten, nicht als ausschlie\u00dfend, sondern als ein Werk, dessen Gedanke und Idee nicht nur von <em>deutschem<\/em> Gem\u00fcte empfunden und in demselben entsprungen, demselben entkeimt, sondern mit <em>deutschem<\/em> Sinne und Geist auch von demselben gepflegt und mit <em>deutschem<\/em> Geiste und deutscher Kraft ausgef\u00fchrt worden ist\u201d <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-UZYIPF5X--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '171', 'items': '{2445049:UZYIPF5X}', 'format': '(%a%, %d%, %p%, Hervorhebung von H.W.)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Betonung des \u201cDeutschen\u201c und der Bedeutung von Erziehung und Bildung f\u00fcr das \u201eNationale\u201c sticht hervor. Zudem war Fr\u00f6bel nur bedingt ein Demokrat, weder im heutigen Sinne noch h\u00e4tten ihn seine Zeitgenossen als solchen bezeichnet. Zwar hat er die Revolution von 1848 positiv begr\u00fc\u00dft <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-7K4SUF82-_-2445049-MSXXDBGN--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:7K4SUF82},{2445049:MSXXDBGN}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, aber dies war wohl eher ein opportunistischer Schachzug, um den Kindergarten als Teil des \u00f6ffentlichen Bildungssystems zu etablieren <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-LA6FWS9H--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:LA6FWS9H}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch wenn Fr\u00f6bel Begriffe wie \u201edeutsch\u201c und \u201enational\u201c verwendet hat, besa\u00dfen diese doch eine andere Konnotation als heute, da wir sie vor dem Hintergrund der Erfahrung des Nationalsozialismus lesen. Und liest man z.B. die Schrift <a href=\"https:\/\/www.froebelweb.de\/index.php\/froebels-schaffen\/keilhauer-schriften\">An unser Deutsches Volk<\/a> <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-PG8TI5Y8--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:PG8TI5Y8}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, dann wird schnell klar, dass Fr\u00f6bel unter Volkserziehung doch eher ein Konzept einer allgemein menschlichen Bildung verstanden hat. Karl Christian Friedrich Krause, einer von Fr\u00f6bels wichtigsten Briefpartnern, hat deshalb in seiner Replik auf <a href=\"https:\/\/www.froebelweb.de\/index.php\/froebels-schaffen\/keilhauer-schriften\"><em>\u00dcber deutsche Erziehung \u00fcberhaupt und \u00fcber das allgemeine Deutsche der Erziehungsanstalt in Keilhau insbesondere<\/em><\/a> <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-JM3XF7PN--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:JM3XF7PN}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> Fr\u00f6bel auch darauf hingewiesen: \u201eM\u00f6ge die Erziehungsanstalt zu Keilhau und ihr Vorsteher bald erkennen und bekennen, dass sie zuerst eine rein menschliche und eben dadurch untergeordneterweise auch eine deutsche Anstalt sein, dass sie erst wesentlich Menschen und dann zugleich auch Deutsche erziehen und bilden soll\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-QY8HFY7P--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '125', 'items': '{2445049:QY8HFY7P}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00f6bels fr\u00fches Konzept der Volkserziehung zielte auf \u201eLebenseinigung\u201c und \u201eentwickelnd-erziehende Menschenbildung\u201c ab, auch wenn er diese Begriffe zu dieser Zeit nicht verwendet hat. Deshalb ist auch Mathias Brodbeck zuzustimmen, der betont, dass diese fr\u00fchen Schriften \u201ezeigen, wie Fr\u00f6bel sich von einer zun\u00e4chst national gepr\u00e4gten Erziehungsidee zu einem universellen Konzept der \u201eMenschenerziehung\u201c hinbewegte\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-QY8HFY7P--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '111', 'items': '{2445049:QY8HFY7P}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Positionen haben jedoch nichts mit chauvinistischem Nationalismus zu tun, weshalb man Fr\u00f6bel auch nicht mit den gegenw\u00e4rtigen nationalistischen, rechtsextremen und rassistischen Bewegungen verbinden kann. Dies gilt auch f\u00fcr Fr\u00f6bels Vorstellung von Familie. Fraglos war die Familie Fr\u00f6bel wichtig. Aber das Familienleben in der Gemeinschaft von Keilhau war alles andere als traditionell und erinnert eher an eine Kommune. Fr\u00f6bel war nicht an einem Familienleben interessiert, wie es heute \u201evon rechts\u201c mit dem Zielbild einer angeblich wahren Familie von Vater, Mutter und (m\u00f6glichst vielen und m\u00f6glichst deutschen) Kindern propagiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nichtsdestotrotz besteht die Gefahr, dass Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen werden. Schon allein deshalb bleibt historische Arbeit so wichtig. Um sich gegen nationalistische Vereinnahmungen wehren zu k\u00f6nnen, muss man erst mal wissen, was Fr\u00f6bel wirklich gemeint hat. Und der \u201eauthentische Fr\u00f6bel\u201c ist nicht mit rechten Vorstellungen von Familie und Erziehung vereinbar. All dies gilt es deutlich zu betonen, denn wie sich gegenw\u00e4rtig zeigt: Vom Rechtschwenk der demokratischen Parteien und der Normalisierung rechter Narrative profitieren allein rechte Extremisten. Wer mit Fr\u00f6bel argumentiert, darf sich deshalb auch nicht auf Werte und ein Verst\u00e4ndnis von Erziehung und Familie einlassen, die die Demokratie zerst\u00f6ren wollen. Es gilt, Stellung zu beziehen, und dies deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Fr\u00f6bels P\u00e4dagogik der Hoffnung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber zur\u00fcck zur Frage, warum es sich lohnt, mit Fr\u00f6bel \u00fcber dieses Thema nachzudenken. Was Fr\u00f6bel bis heute faszinierend macht, sind die Hoffnung und der Optimismus, die von seiner P\u00e4dagogik ausgehen. Fr\u00f6bel hat stets von einer besseren Zukunft getr\u00e4umt und war \u00fcberzeugt, dass seine P\u00e4dagogik zu einer solchen f\u00fchren w\u00fcrde; eine Zukunft, in der die Menschen in \u201eLebenseinigung\u201c leben. Diese Prinzipien eines humanen Lebens, des Friedens und insbesondere der Hoffnung sind heute relevant. Denn wobei w\u00fcrde es helfen, verzweifelt aufzugeben? In dunklen Zeiten hoffnungsvoll zu sein, ist nicht naiv, sondern eine Vergewisserung der Tatsache, dass die Geschichte der Menschheit auch eine Geschichte des Mitgef\u00fchls, der Opferbereitschaft und des Mutes ist <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-BKEHSCC8--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:BKEHSCC8}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Fr\u00f6bel, der so oft sein Lebenswerk verlacht und am Ende seines Lebens sogar als der \u201eNarr von Liebenstein\u201c verunglimpft wurde, nur um dann sogar noch das Verbot des Kindergartens in Preu\u00dfen mitzuerleben <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-LA6FWS9H--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:LA6FWS9H}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, hat nie seinen Optimismus verloren. Stets hat er daran geglaubt, dass Ver\u00e4nderung m\u00f6glich ist und durch Erziehung erreicht werden kann. Hoffnung, Moral und Zivilcourage sind unerl\u00e4sslich, wie Anne Rabe gerade erst betont hat, denn es \u201egibt uns die Freiheit zu hoffen, weil wir wissen, dass eine Welt, die wir denken k\u00f6nnen, eine Welt ist, die es geben kann\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-H5XQS9E2--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '201', 'items': '{2445049:H5XQS9E2}', 'format': '(%d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Fr\u00f6bels P\u00e4dagogik erinnert daran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Erziehung f\u00fcr alle!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dies bedeutet, dass <em>alle<\/em> Kinder ein Recht auf Bildung besitzen. Es ist eine, sogar <em>die <\/em>wesentliche Grunds\u00e4ule von Demokratie, und Fr\u00f6bel hat sie vertreten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cDie Kinderg\u00e4rten schlie\u00dfen darum keinen Stand, keine Klasse und Bildungsstufen der Eltern und des b\u00fcrgerlichen, gesellschaftlichen Lebens aus. Das Kind eines Jeden wird wie vor allem zuerst als Mensch so als ein zur F\u00f6rderung des b\u00fcrgerlichen Wohles bestimmtes Glied der Gesellschaft anerkannt und behandelt. Der Gedanke der Kinderg\u00e4rten umfa\u00dft darum Stadt und Land, die Kinder aller Verh\u00e4ltnisse; denn die Kinder aller St\u00e4nde sollen von fr\u00fche an dem Einklange des Lebensganzen im Erkennen und Tun entgegengebildet werden\u201d <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-UZYIPF5X--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '159', 'items': '{2445049:UZYIPF5X}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Kinder, nicht nur wenige Privilegierte, haben ein Recht auf Bildung. Und nicht nur das: Alle Kinder haben das Recht auf allgemeine Bildung; eine Bildung, die dieses Wort verdient: eine \u201eentwickelnd-erziehende Menschenbildung.\u201c Der Kindergarten, und die mit ihm verbundene allgemeine Bildung sind f\u00fcr alle Kinder unerl\u00e4sslich. Ziel muss es sein \u201eden Kindern aller Lebensverh\u00e4ltnisse eine menschw\u00fcrdige, dem Wesen und der allgemeinen wie besonderen Bestimmung des Menschen entsprechende begr\u00fcndete Erziehung und Bildung zu geben\u201d <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-UZYIPF5X--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '170-171', 'items': '{2445049:UZYIPF5X}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Das Recht aller auf Bildung ist ein Gedanke, der bis heute nicht an Wert verloren hat, da er noch immer nicht umgesetzt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eigenaktivit\u00e4t und Selbstt\u00e4tigkeit<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine solche fr\u00fchkindliche Bildung verlangt nach Selbstt\u00e4tigkeit, nach Selbstbildung, wie wir heute sagen w\u00fcrden. Nur durch und in Selbstbildung kann ein Kind sein Selbst als Teil der Welt konstruieren, die Welt erfassen und ihr Sinn geben. Selbstt\u00e4tigkeit erlaubt Kindern, sich einen Sinn von und ihrem Selbst in der Welt zu machen. Kinder wollen, ja m\u00fcssen aktiv sein, sich selbst bilden. Nur so ist es Kindern m\u00f6glich, Erfahrungen zu verinnerlichen und zu verarbeiten, sowie Gedanken und Gef\u00fchle auszudr\u00fccken. Oder in Fr\u00f6bels Worten: Das Kind muss so angeleitet werden, dass es \u201edie Natur und die Menschenwelt schaffend aus sich darstelle und schauend in sich aufnehme, aus der Einheit die Mannigfaltigkeit entwickele und f\u00fcr jede Mannigfaltigkeit die Einheit wieder finden lerne\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-WZ8FKEBG--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '28', 'items': '{2445049:WZ8FKEBG}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Bildung braucht Erziehung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Leistung des Kindes, Selbstbildung, ist jedoch auf einen Gegenpart angewiesen, der als Erziehung bezeichnet werden kann. Kinder brauchen eine anregungsreiche Umgebung und stimulierende Interaktionen. Erziehung w\u00e4re hier als relationaler Prozess zu verstehen, in dem jemand (z. B. eine aufmerksame und absichtsvolle Fachkraft) jemanden (ein kleines Kind) erzieht (in der ganzen Bedeutung des Wortes).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So w\u00fcrde man dies heute formulieren, aber auch Fr\u00f6bel hat \u00e4hnliche Ansichten vertreten. Bei ihm steht dies nat\u00fcrlich im Zusammenhang mit \u201eLebenseinigung\u201c. Kinder wissen zwar nicht, dass es ihre Aufgabe ist, das \u201esph\u00e4rische Gesetz\u201c zu verstehen und zu leben, aber sie besitzen eine \u201eAhnung,\u201c wie Fr\u00f6bel dies genannt hat. Diese Ahnung muss gepflegt und gef\u00f6rdert werden, damit das Kind \u201ein der Einheit seines Lebens zur Vern\u00fcnftigkeit, zu Ahnung des innersten Lebenszusammenhangs\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-UZYIPF5X--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '156-157', 'items': '{2445049:UZYIPF5X}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> gelangt. Erziehung muss \u201edem Kinde in seiner Entwicklung helfend beistehen\u201c, denn nur dies ist die \u201eErziehung des Kindes des Menschen durch den Menschen; die darum eigentlich auch nur menschl[iche] Erziehung\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '4', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Kinder werden in \u201eH\u00fclflosigkeit\u201c geboren, aber diese Hilflosigkeit ist keine Schw\u00e4che, sondern Voraussetzung von Selbstbildung: \u201eDie H\u00fclflosigkeit des Menschenkindes ist also nicht ein Zeichen der Schwachheit des Menschenwesens; sondern der noch schlummernden Menschenkraft, welche aber mit Selbstbeachtung und zur Selbstst\u00e4ndig- und Selbstth\u00e4tigkeit geweckt und so zur klaren Einsicht und bewu\u00dftem Gebrauche erhoben werden soll\u201d <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '4R', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Kleine Kinder brauchen, sie verlangen geradezu nach Erziehung. Das Kind in seiner \u201eHilflosigkeit\u201c, oder anders ausgedr\u00fcckt Selbstbildung, braucht die Unterst\u00fctzung, die Anregungen, die Impulse eines Erwachsenen oder Erziehers \u2013 Bildung braucht Erziehung. Noch einmal mit Fr\u00f6bels Worten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSo ist denn die Hilflosigkeit, in welcher der Mensch geboren wird u. in welcher er selbst noch eine lange Zeit nach seiner Geburt verbleibt recht eigentlich der St\u00fctzpunkt, der Keim- und Quellpunkt \u00e4cht menschlicher Erziehung, der Erziehung des Kindes seiner Bestimmung u. seines Berufs, der Gott\u00e4hnlichkeit, der Darlebung seines g\u00f6ttl[ichen] Wesens, der Gotteinigung entgegen, in und durch allseitige Lebenserfassung, Lebenspflege und Lebenseinigung\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-4LPKYVGE--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:4LPKYVGE}', 'format': '(%a%, %d%, 5\/5R)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine solche Erziehung darf also nicht allein \u201enachgehend,\u201c sie muss auch \u201evorschreibend\u201c sein. Die Angewiesenheit des Kindes auf Erziehung beinhaltet zugleich die Aufforderung an die zu Erziehenden, sich Gedanken dar\u00fcber zu machen, wie eine gute Erziehung aussieht und auf welchen Normen, Werten und Zielen sie basiert. Eine Gesellschaft, die sich als demokratisch versteht und demokratische Werte wie Diversit\u00e4t, Gleichheit und Inklusion lebt, muss deshalb auch eine entsprechende Erziehung gestalten, und zwar von Beginn an. Will man Demokratie, dann braucht es demokratische Erziehung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist alles nicht neu; man muss nur an John Dewey, Janusz Korczak, Paolo Freire, Loris Malaguzzi, Maxine Greene und Nel Noddings denken. Auch in der FBBE gibt es diese Tradition <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-C935EM9Q-_-2445049-UCZEIY9Q-_-2445049-2NPMKG9U--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:C935EM9Q},{2445049:UCZEIY9Q},{2445049:2NPMKG9U}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Kinderg\u00e4rten k\u00f6nnen \u201e\u00f6ffentliche Foren in der Zivilgesellschaft\u201d <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-67VSH5PB--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '73', 'items': '{2445049:67VSH5PB}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> sein; Orte, in denen Kinder und Erwachsene gemeinsam Demokratie auf lokaler Ebene aus\u00fcben. Sie k\u00f6nnen Orte von \u201eAlltagsdemokratie\u201d <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-TFPHH94K--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '114-132', 'items': '{2445049:TFPHH94K}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> sein. Dies ist jedoch eine bewusste Entscheidung, die verwirklicht werden muss. Fr\u00fchkindliche Bildung ist sogar ideal, um demokratische Werte zu st\u00e4rken. Hier kann Bildung Einfluss nehmen, sp\u00e4ter wird das viel schwieriger. Auch Fr\u00f6bel hat die Bedeutung fr\u00fcher Bildung erkannt: \u201eDie entwickelnd-erziehende Menschenbildung oder die vollst\u00e4ndig in sich einige Kindergartenbildung beginnt mit der Pflege und Beachtung der S\u00e4uglingsstufe\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-PMLEVVPX--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '27', 'items': '{2445049:PMLEVVPX}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, so zwei Monate vor seinem Tod. Nat\u00fcrlich haben Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey Recht, wenn sie feststellen: \u201eliberale Bildung und Aufkl\u00e4rung werden nicht ausreichen, um der faschistischen Bedrohung zu begegnen\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-8PHMXWH3--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '316', 'items': '{2445049:8PHMXWH3}', 'format': '(%d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Aber es kann auch nicht schaden, und man sollte sich nicht vom limitierten Einfluss p\u00e4dagogischer Bem\u00fchungen entmutigen lassen. Und Fr\u00f6bel regt dazu an, dar\u00fcber nachzudenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ganzheitliche Erziehung, die die W\u00fcrde des Kindes respektiert<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine solche Erziehung muss allgemein und ganzheitlich sein. Die Erziehung muss das Kind \u201eimmer in der Ganzheit seines Wesens und seiner T\u00e4tigkeit\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-6WS85API--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '223', 'items': '{2445049:6WS85API}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> erfassen. Auch wenn Erziehung auf die individuellen St\u00e4rken und Vorlieben eines Kindes eingehen kann, muss \u201edas Ganzwesen des Kindes seine Ausbildung und auch wieder jede einzelne Anlage \u2013 und besonders nach den drei Hauptrichtungen: Geist, Gem\u00fct und Tatkraft, Denken, F\u00fchlen und Tun \u2013 ihre vollst\u00e4ndige Pflege und Anerkenntnis\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-6WS85API--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '223', 'items': '{2445049:6WS85API}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> bekommen. Noch einmal: Fr\u00f6bel ging es um ganzheitliche Bildung f\u00fcr <em>alle<\/em> Kinder. <em>Alle<\/em> Kinder haben das Recht auf eine ganzheitliche, allgemeine und vielseitige Bildung und nicht nur auf eine Grundbildung, die sie auf das sp\u00e4tere Berufsleben vorbereitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und eine solche Erziehung muss Kinder mit W\u00fcrde behandeln. In einem sp\u00e4ten Brief betonte Fr\u00f6bel, dass das prim\u00e4re Ziel des Kindergartens die \u201eErziehung des Menschen zum Menschen\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-Z22ME7V7--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '727', 'items': '{2445049:Z22ME7V7}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> sei. Kinder sind zuallererst Menschen und m\u00fcssen als solche behandelt werden. Und daran gilt es heute t\u00e4glich zu erinnern. In einer Gesellschaft, in der Sprache immer inhumaner wird und Kinder als Minderheit ohne Schutz an den Rand der Gesellschaft gedr\u00e4ngt werden <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-YTQ3SULX--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:YTQ3SULX}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, m\u00fcssen wir uns f\u00fcr die Rechte und W\u00fcrde aller Kinder einsetzen. Jedes Kind existiert im Hier und Jetzt und ist ein vollwertiges menschliches Wesen mit dem Recht, es selbst zu sein und mit W\u00fcrde behandelt zu werden. Kinder sind keine Objekte; keine Noch-nicht-Erwachsenen. Kindheit darf nicht auf einen Lebensabschnitt reduziert werden, der nur der Vorbereitung auf das sp\u00e4tere Leben dient. Kinder haben das Recht auf Kindheit und darauf, Kinder zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine P\u00e4dagogik, die die W\u00fcrde und die Menschenrechte der Kinder betont, st\u00e4rkt die Demokratie. Astrid Lindgren hat dies anl\u00e4sslich der <a href=\"http:\/\/www.niemals-gewalt.de\/rede.htm\">Preisverleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels<\/a> im Jahr 1978 wie folgt ausgedr\u00fcckt: \u201eOb ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn f\u00fcr das Gemeinwohl heranw\u00e4chst oder aber zu einem gef\u00fchlskalten, destruktiven, egoistischen Menschen, das entscheiden die, denen das Kind in dieser Welt anvertraut ist, je nachdem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist, oder aber dies nicht tun\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-ERZK6YUP--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:ERZK6YUP}', 'format': '(%d%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Ich denke, Fr\u00f6bel h\u00e4tte Lindgren zugestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Last but not least: Das Spiel<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und zuletzt muss man auf das zu sprechen kommen, f\u00fcr das Fr\u00f6bel bis heute ber\u00fchmt ist und das ihn nach wie vor so attraktiv f\u00fcr viele Praktiker:innen macht: seine Wertsch\u00e4tzung des kindlichen Spiels. Kinder, so hat Fr\u00f6bel stets betont, lernen im Spiel und durch das Spiel. Kinder m\u00fcssen spielen. Und damit meinte er wahres Spiel und nicht die p\u00e4dagogischen Bem\u00fchungen, mit denen heute leider allzu oft versucht wird, langweilige Aktivit\u00e4ten als \u201eSpa\u00df\u201c zu tarnen. Im wahren Spiel dagegen werde Kinder ganzheitlich gef\u00f6rdert. Das \u201ef\u00fcr die erste Pflege, Erziehung und Bildung des Kindes so Wichtige dieser Spiele,\u201d so Fr\u00f6bel, liegt darin, \u201eda\u00df sie jederzeit das ganze Kind in der Gesamtheit seiner T\u00e4tigkeit wie nach den verschiedenen Richtungen derselben hin zugleich in Anspruch nehmen, also stets zugleich als handelndes, empfindendes und denkendes Wesen\u201c  <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-6WS85API--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '221', 'items': '{2445049:6WS85API}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Das Spiel ist kein Zeitvertreib, sondern \u201evielmehr ein ununterbrochenes Lernen, aber am, um, im Leben selbst\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-WZ8FKEBG--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '92', 'items': '{2445049:WZ8FKEBG}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.&nbsp; Kleine Kinder m\u00fcssen im und durch das Spiel lernen. Dieser zeitlose, aber oft missverstandene Gedanke war damals unerh\u00f6rt und hat bis heute G\u00fcltigkeit \u2013 auch wenn er zunehmend in Vergessenheit ger\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das Spiel erm\u00f6glicht das Verstehen und Praktizieren demokratischer Werte. Das Spiel ist sogar <em>die <\/em>Form von Alltagsdemokratie; es besitzt immenses demokratisches Potenzial. \u201cPlay, then, in the Froebelian sense, is not \u2018innocent.\u2019 It is a space where realities are born, ideas contested, risks taken, mistakes made and identities tested\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-MIKJ7T6R--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '118', 'items': '{2445049:MIKJ7T6R}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Wenn Kinder spielen, \u00fcben sie Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung, beides Grunds\u00e4tze, die f\u00fcr die demokratische Teilhabe unerl\u00e4sslich sind. Es kommt zu Meinungsverschiedenheiten \u2013 etwa dar\u00fcber, wer welche Bausteine bekommt, welche Regeln gelten oder welche Rolle wer spielt. Wenn Kinder diese Konflikte selbst l\u00f6sen, \u00fcben sie Verhandlungsf\u00fchrung, Kompromissfindung und Perspektivwechsel. Spielen erfordert Regeln, denen alle zustimmen und die alle befolgen, die aber m\u00f6glicherweise \u00fcberarbeitet werden m\u00fcssen, wenn sie nicht funktionieren (oder keinen Spa\u00df machen). Im Spiel hat jedes Kind die M\u00f6glichkeit, seine Ideen zu \u00e4u\u00dfern und Entscheidungen zu treffen; es kann an der Entwicklung eines Konsenses mitwirken \u2013 auch dies ist ein zentraler demokratischer Wert. Und schlie\u00dflich bringt das Spiel Kinder mit unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden, F\u00e4higkeiten und Perspektiven zusammen. Im Spiel lernen Kinder, Unterschiede zu sch\u00e4tzen und die Meinungen anderer zu respektieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb gilt es, auf die Bedeutung des Spiels als Merkmal der Kindheit und des kindlichen Lernens zu bestehen. In einer Welt, in der die R\u00e4ume und Wahlm\u00f6glichkeiten von Kindern immer mehr eingeschr\u00e4nkt werden, immer weniger Zeit f\u00fcr freies Spielen bleibt, in der immer mehr immer fr\u00fcher von Kindern erwartet wird, Vorschriften und Regeln dominieren \u2013 wo ist da noch Platz f\u00fcr Kinder, um zu spielen und Demokratie zu \u00fcben? Fr\u00f6bels P\u00e4dagogik ist eine der eindringlichsten Aufforderungen, sich f\u00fcr das Spiel und f\u00fcr eine FFBE einzusetzen, die Kinder dazu ermuntert, Demokratie im Alltag zu leben. FBBE wird so zu einem wichtigen Bestandteil im Kampf gegen den drohenden Zerfall der Demokratie. Jeder, der sich auf Fr\u00f6bel bezieht, sollte sich daf\u00fcr einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00f6bel ist bis heute relevant, nicht nur als Klassiker, sondern auch, weil seine Ideen zum kritischen Nachdenken anregen. Aktuelle Arbeiten zeigen das Potenzial, das darin liegt, \u00fcber aktuelle gesellschaftspolitische Themen mit Fr\u00f6bel nachzudenken. Ein Beispiel ist Stella Louis, die in ihrem Blog <a href=\"https:\/\/www.froebel.ed.ac.uk\/where-does-race-or-anti-racism-show-up-in-froebel\/\"><em>Where does race or anti-racism show up in Froebel<\/em>?&nbsp;<\/a> zwar zugibt, dass Fr\u00f6bel sich nicht explizit zu diesem Thema \u00e4u\u00dfert, aber zugleich deutlich macht, wie inspirierend Fr\u00f6bel sein kann. \u201cIn all of Froebel\u2019s translated writing race is not mentioned and whilst <em>anti-racist practice<\/em> is not explicitly promoted some of Froebel\u2019s key principles about the adult role can be seen to support an anti-racist approach. Even though they do not specify race, they give us a starting point\u201d <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-FTZGB7GC--wp5863 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:FTZGB7GC}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Und so hat auch die Internationale Froebel Society gerade erst ein Webinar zum Thema <a href=\"https:\/\/international-froebel-society.org\/2026\/01\/22\/update-ifs-webinar-froebel-and-democracy\/\">Froebel and Democracy<\/a> veranstaltet. Man kann also mit Fr\u00f6bel \u00fcber gesellschaftspolitische Themen kritisch nachdenken: \u201cMy work is deeply rooted in Froebel&#8217;s emphasis on play, relationships, and community,\u201d so wiederum Stella Louis, die hier als Beispiel f\u00fcr all die gegenw\u00e4rtigen theoretischen und praktischen Arbeiten steht, die von Fr\u00f6bel inspiriert sind. \u201cI believe these principles can be powerful tools for addressing issues of social justice and promoting equity in early years settings\u201d (2025, pers\u00f6nliche E-Mail an mich).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All diese innovativen Ans\u00e4tze sind vielversprechend. Neue Fragen stellen, Fr\u00f6bel als Inspiration nutzen, um \u00fcber essenzielle Fragen der Zukunft nachzudenken \u2013 auf diese Weise wird Fr\u00f6bels P\u00e4dagogik auch weiterhin relevant bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/2445049\/bildungsgeschichte.de_-_bibliographien\/collections\/GDD446EM\">Zur Zotero-Library<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\n<div id='zp-InTextBib-zotpress-04388ac3ea70bf56f8b1ca377a348f47' class='zp-Zotpress zp-Zotpress-InTextBib wp-block-group zp-Post-5863'>\r\n\t\t<span class=\"ZP_ITEM_KEY ZP_ATTR\">{2445049:SU2QYTW9};{2445049:9TXFFTIX};{2445049:9TXFFTIX};{2445049:S8DZBAJR};{2445049:4QKL8EIY};{2445049:SYRKKNFX};{2445049:SYRKKNFX};{2445049:DTC7QA8I};{2445049:E5TBKSB9};{2445049:DTC7QA8I};{2445049:TFPHH94K};{2445049:LA6FWS9H};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:4H8S7KXM};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:UZYIPF5X};{2445049:4TLJTMGU};{2445049:J82PFPGN},{2445049:IC7L73NK},{2445049:ESMDUTU6},{2445049:4TLJTMGU};{2445049:WBRFNY9W};{2445049:BPICZ7CI};{2445049:PG8TI5Y8};{2445049:JM3XF7PN};{2445049:QY8HFY7P};{2445049:UZYIPF5X};{2445049:7K4SUF82},{2445049:MSXXDBGN};{2445049:LA6FWS9H};{2445049:PG8TI5Y8};{2445049:JM3XF7PN};{2445049:QY8HFY7P};{2445049:QY8HFY7P};{2445049:BKEHSCC8};{2445049:LA6FWS9H};{2445049:H5XQS9E2};{2445049:UZYIPF5X};{2445049:UZYIPF5X};{2445049:WZ8FKEBG};{2445049:UZYIPF5X};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:4LPKYVGE};{2445049:C935EM9Q},{2445049:UCZEIY9Q},{2445049:2NPMKG9U};{2445049:67VSH5PB};{2445049:TFPHH94K};{2445049:PMLEVVPX};{2445049:8PHMXWH3};{2445049:6WS85API};{2445049:6WS85API};{2445049:Z22ME7V7};{2445049:YTQ3SULX};{2445049:ERZK6YUP};{2445049:6WS85API};{2445049:WZ8FKEBG};{2445049:MIKJ7T6R};{2445049:FTZGB7GC}<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_STYLE ZP_ATTR\">bibliothek-fur-bildungsgeschichtliche-forschung<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_SORTBY ZP_ATTR\">creator<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_ORDER ZP_ATTR\">asc<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_TITLE ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_SHOWIMAGE ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_SHOWTAGS ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_DOWNLOADABLE ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_NOTES ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_ABSTRACT ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_CITEABLE ZP_ATTR\">1<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_TARGET ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_URLWRAP ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_FORCENUM ZP_ATTR\">0<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_HIGHLIGHT ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_POSTID ZP_ATTR\">5863<\/span><div class='zp-List loading'>\n<div class=\"zp-SEO-Content\"><\/div><!-- .zp-zp-SEO-Content -->\n<\/div><!-- .zp-List --><\/div><!--.zp-Zotpress-->\n\n<\/p>\n<div class=\"speaker-mute footnotes_reference_container\"> <div class=\"footnote_container_prepare\"><p><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_label pointer\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_5863_1();\">Anmerkungen<\/span><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_collapse_button\" style=\"display: none;\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_5863_1();\">[<a id=\"footnote_reference_container_collapse_button_5863_1\">+<\/a>]<\/span><\/p><\/div> <div id=\"footnote_references_container_5863_1\" style=\"\"><table class=\"footnotes_table footnote-reference-container\"><caption class=\"accessibility\">Anmerkungen<\/caption> <tbody> \r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_5863_1('footnote_plugin_tooltip_5863_1_1');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_5863_1_1\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>1<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">FBBEE wird als Sammelbegriff f\u00fcr s\u00e4mtliche Formen der \u00f6ffentlichen Kleinkinderziehung weltweit verwendet.<\/td><\/tr>\r\n\r\n <\/tbody> <\/table> <\/div><\/div><script type=\"text\/javascript\"> function footnote_expand_reference_container_5863_1() { jQuery('#footnote_references_container_5863_1').show(); 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Schlie\u00dflich werden seine p\u00e4dagogischen Ideen bis heute, mehr als 180 Jahre nach der Er\u00f6ffnung des ersten Kindergartens, diskutiert. So hat Oelkers erst k\u00fcrzlich betont, dass Fr\u00f6bel zu den renommiertesten Erziehungsphilosophen des sp\u00e4ten 18. und fr\u00fchen 19. Jahrhunderts geh\u00f6rt. Auch Franke-Meyer &amp; Reyer z\u00e4hlen Fr\u00f6bel zu den \u201emehrheitsf\u00e4higen\u201c Klassikern der P\u00e4dagogik der fr\u00fchen Kindheit, eine Einsch\u00e4tzung, die Kas\u00fcschke teilt. Und soeben wurde die Kindergartenidee von der Deutschen UNESCO-Kommission als \u201eImmaterielles Kulturerbe\u201c anerkannt. Fr\u00f6bel ist ein Klassiker der deutschen und internationalen Fr\u00fchkindp\u00e4dagogik.&nbsp; Nun sind derartige akademische Klassikerdiskurse durchaus fragw\u00fcrdig. Wer oder was als Klassiker gilt, hat oftmals mehr mit selektiver Rezeption und Deutungen der Gegenwart als mit einer vermeintlich \u00fcberzeitlichen Bedeutung des Vergangenen zu tun. Fraglos ist jedoch, dass man sich bis heute auf ihn bezieht, insbesondere international, wo Fr\u00f6bel innovativ rezipiert und weitergedacht wird, siehe z.B. , die Projekte des Froebel Trusts oder Finding Froebel: National and Cross-National Pedagogical Paths in Froebelian Early Childhood Education. Warum aber sollte &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":5939,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[51],"tags":[],"class_list":["post-5863","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kolumne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5863"}],"version-history":[{"count":81,"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5957,"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5863\/revisions\/5957"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}