{"id":3564,"date":"2022-02-10T11:41:13","date_gmt":"2022-02-10T10:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/?p=3564"},"modified":"2023-07-07T11:42:55","modified_gmt":"2023-07-07T09:42:55","slug":"vom-scheitern-eines-erziehungsinstituts-um-1800-die-vettern-creuzer-zwischen-paedagogischen-idealen-und-finanziellen-notwendigkeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/beitrag\/3564\/","title":{"rendered":"Vom Scheitern eines Erziehungsinstituts um 1800 \u2013 Die Vettern Creuzer zwischen p\u00e4dagogischen Idealen und finanziellen Notwendigkeiten"},"content":{"rendered":"\n<p>Zahlreiche von den p\u00e4dagogischen Ideen der Aufkl\u00e4rung beeinflusste Erziehungsinstitute wurden am Ende des 18. Jahrhunderts er\u00f6ffnet. Bekannte Einrichtungen waren das von Johann Bernhard Basedow gegr\u00fcndete Philanthropinum Dessau, das Philanthropin Schnepfental unter der Leitung von Christoph Gotthilf Salzmann oder die Erziehungsanstalt von Johann Heinrich Campe in Hamburg <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-AYHNSASH--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '91', 'items': '{2445049:AYHNSASH}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Neben diesen bekannten Einrichtungen gab es eine Vielzahl kleiner Institute, die von Pfarrern oder Gelehrten geleitet wurden. Eines davon unterhielten die Vettern Creuzer in Marburg. Im Folgenden wird nicht nur der Frage nachgegangen, warum das Institut trotz eines innovativen Konzepts nur wenige Jahre bestand. Der Beitrag will dar\u00fcber hinaus auch auf die besondere Bedeutung solcher privaten Erziehungsinstitute f\u00fcr die Bildungs-, Schul- und Universit\u00e4tsgeschichte um 1800 hinweisen. Mit seinem den p\u00e4dagogischen Ideen der Aufkl\u00e4rung entsprechenden inhaltlichen Angebot reagierte das Erziehungsinstitut der Creuzers auf sich ver\u00e4ndernde gesellschaftliche und vor allem b\u00fcrgerliche Anforderungen an Bildung und bot mit der M\u00f6glichkeit der familienanalogen Erziehung und Betreuung eine Alternative zu anderen Erziehungsinstituten. Deutlich wird am Beispiel des Erziehungsinstituts die noch nicht eindeutige institutionelle Differenzierung im Bildungsbereich, wie sie vor der Herausbildung eines modernen Bildungssystems seit Beginn des 19. Jahrhunderts bestand. So stellte das Institut weniger eine Schule als eher eine Weiterentwicklung des privaten Unterrichts durch Hauslehrer dar, bot gleichzeitig Zugang zum universit\u00e4ren Unterricht, ohne dass daf\u00fcr eine Immatrikulation h\u00e4tte erfolgen m\u00fcssen. Seine Geschichte und die seines Scheiterns, die im Folgenden vor allem im Hinblick auf die beteiligten historischen Akteur*innen, ihre Pl\u00e4ne und Ziele erz\u00e4hlt wird, h\u00e4lt vielf\u00e4ltige bildungshistorische Erkenntnisse und Einsichten bereit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die<\/strong> Akteur*innen<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegr\u00fcndet wurde die Erziehungsanstalt von den Vettern Christoph Andreas Leonhard<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_1');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_1');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_1\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[1]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_1\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> und Georg Friedrich Creuzer<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_2');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_2');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_2\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[2]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_2\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span>. Beide waren in Marburg zur Welt gekommen. Ihre V\u00e4ter waren als Buchbinder in Marburg t\u00e4tig. Und auch sonst finden sich viele Gemeinsamkeiten im Lebenslauf der beiden Vettern. Sie studierten zun\u00e4chst in Marburg, sp\u00e4ter dann gemeinsam in Jena. Dort wohnten sie auch zusammen im Haus eines ihrer Professoren. W\u00e4hrend Leonhard Philosophie und Theologie studierte, w\u00e4hlte Friedrich Philosophie und Philologie. Bereits 1794 ver\u00f6ffentlichten sie gemeinsam mit Johann Carl Friedrich Hauff<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_3');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_3');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_3\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[3]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_3\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> den \u201ePlan zur Gr\u00fcndung einer Erziehungsanstalt\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-UFSCTKV6--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:UFSCTKV6}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide ihr Studium abgeschlossen. Leonhard promovierte im gleichen Jahr und arbeitete fortan als Privatdozent. Friedrich war zun\u00e4chst als Hauslehrer t\u00e4tig und arbeitete f\u00fcr einige Zeit im Erziehungsinstitut eines befreundeten Pfarrers. 1799 promovierte auch Friedrich Creuzer und war anschlie\u00dfend ebenso wie sein Vetter als Privatdozent an der Marburger Universit\u00e4t t\u00e4tig. Eine weitere Gemeinsamkeit im Leben der Vettern Creuzer war die Doppelhochzeit, die im Oktober 1799 gefeiert wurde. Leonhard Creuzer heiratete die Pfarrerstochter Charlotte Lindenmeyer, mit der er acht gemeinsame Kinder hatte. Sophie Leske, geb. M\u00fcller, die Witwe eines Marburger Professors wurde Ehefrau von Friedrich Creuzer. Aus ihrer ersten Ehe brachte sie zwei halbw\u00fcchsige Kinder mit in die Verbindung, eigene Kinder hatte das Paar nicht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"688\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Creuzer-688x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4651\" srcset=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Creuzer-688x1024.jpeg 688w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Creuzer-202x300.jpeg 202w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Creuzer-101x150.jpeg 101w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Creuzer-768x1143.jpeg 768w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Creuzer.jpeg 806w\" sizes=\"auto, (max-width: 688px) 100vw, 688px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abb. 1: Bildnis Georg Friedrich Creuzer (1771-1858), 1802-1804 Professor der Griechischen Sprache in Marburg &#8211; \u00a9 <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/fotomarburg\" target=\"_blank\">Bildarchiv Foto Marburg<\/a><\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"819\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Gustav-Creuzer-819x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4652\" srcset=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Gustav-Creuzer-819x1024.jpeg 819w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Gustav-Creuzer-240x300.jpeg 240w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Gustav-Creuzer-120x150.jpeg 120w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Gustav-Creuzer-768x960.jpeg 768w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Gustav-Creuzer.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abb. 2: Bildnis Christoph Andreas Leonhard Creuzer (1768-1844), 1803-1844 Professor der Praktischen Philosophie in Marburg \u2013 \u00a9<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/fotomarburg\" target=\"_blank\">&nbsp;Bildarchiv Foto Marburg<\/a><\/em><br><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Mit der Eheschlie\u00dfung gewann die Frage nach einem regelm\u00e4\u00dfigen Einkommen f\u00fcr die Vettern deutlich an Relevanz. Als Privatdozenten<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_4');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_4');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_4\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[4]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_4\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> der Marburger Universit\u00e4t bezogen beide keine feste Besoldung, sondern erhielten lediglich Zahlungen der Studenten, die die Veranstaltungen der Creuzers besuchten. Wie viele Studenten eine Veranstaltung besuchten und ob sie p\u00fcnktlich zahlten, stellten Unsicherheitsfaktoren hinsichtlich des Einkommens der Vettern dar. Mit der Eheschlie\u00dfung hatten beide aber einen Haushalt gegr\u00fcndet, dessen standesgem\u00e4\u00dfe F\u00fchrung ein entsprechend regelm\u00e4\u00dfiges Einkommen erforderlich machte. Da weder eine freie Pfarrstelle f\u00fcr Leonhard Creuzer noch eine Lehrerstelle f\u00fcr Friedrich Creuzer verf\u00fcgbar waren, erhofften sie durch die Gr\u00fcndung eines Erziehungsinstituts, ein regelm\u00e4\u00dfiges Einkommen zu erzielen. Dies war der Ausgangspunkt, das bereits f\u00fcnf Jahre zuvor publizierte Konzept in die Tat umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Erziehungsinstitut als Familienunternehmen<\/h2>\n\n\n\n<p>Im \u201eKaiserlich priviligierten Reichsanzeiger\u201c vom 17. Januar 1800 wurde das Konzept der Vettern Creuzer f\u00fcr das Marburger Erziehungsinstitut erneut ver\u00f6ffentlicht und auf diese Weise reichsweit um Sch\u00fcler geworben. Es wird darauf verwiesen, dass ein erster Plan bereits 1794 ver\u00f6ffentlicht und \u201ebey mehreren vom Publicum geachteten Erziehern Beyfall fand\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-MGKU3LDA--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:MGKU3LDA}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, dieser aber erst jetzt in die Tat umgesetzt werden k\u00f6nne. Aufgenommen wurden Sch\u00fcler im Alter von 9 bis 18 Jahren, die gemeinsam mit den Familien Creuzer lebten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 1794 wurde ein Konzept des Erziehungsinstituts ver\u00f6ffentlicht, das auf den drei S\u00e4ulen \u201eder k\u00f6rperlichen, sittlich-religi\u00f6sen\u201c und \u201ewissenschaftlichen Erziehung\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-UFSCTKV6--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '4-8', 'items': '{2445049:UFSCTKV6}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> beruhte. Ihr Ziel lag darin, ihre Sch\u00fcler zu \u201evern\u00fcnftigen, d.h. rechtschaffenen der Welt brauchbaren, und in sich selbst gl\u00fccklichen Menschen zu bilden.\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-UFSCTKV6--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '3', 'items': '{2445049:UFSCTKV6}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, wof\u00fcr auch ein gesunder K\u00f6rper<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_5');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_5');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_5\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[5]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_5\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> und ein mit einem aufgekl\u00e4rten Religionsverst\u00e4ndnis<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_6');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_6');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_6\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[6]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_6\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> und praktisch-philosophischen Ideen geschulter Geist erforderlich war. Im Rahmen der wissenschaftlichen Erziehung wurde im Konzept von 1794 ausgef\u00fchrt, dass das Erziehungsinstitut nicht nur zur Vorbereitung der Sch\u00fcler auf ein klassisches Studium der Theologie, Jurisprudenz oder Medizin, sondern auch f\u00fcr Sch\u00fcler geeignet sei, die beispielsweise eine T\u00e4tigkeit als Kaufmann anstrebten und f\u00fcr die damit andere Lehrinhalte relevant waren. Durch die Aufnahme sogenannter realer Bildungsinhalte in den Lehrplan wurde diesen Sch\u00fclern ein anderes Unterrichtsangebot gemacht. Sie konnten alternativ zum Unterricht in Griechisch und Latein moderne Fremdsprachen erlernen und wurden in berufspraktischen Techniken, z.B. des kaufm\u00e4nnischen Rechnungswesens geschult. In der bildungspolitischen Diskussion des 18. Jahrhunderts wurde dies als Alternative zu traditionell ausgerichteten Schulen gerade von Seiten des B\u00fcrgertums gefordert und m\u00fcndete in der Gr\u00fcndung von Realschulen im 19. Jahrhundert <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-23WQQ63L--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '154', 'items': '{2445049:23WQQ63L}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schwerpunkt der Ausf\u00fchrungen der Vettern Creuzer im Artikel lag nicht in der Rekapitulation des Konzepts. Vielmehr stellten sie zwei zentrale Ideen vor: die Kombination \u00f6ffentlicher und privater Erziehung im Institut sowie die M\u00f6glichkeit der Teilnahme entsprechend fortgeschrittener Sch\u00fcler am \u201eacademischen Unterricht\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-MGKU3LDA--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '182', 'items': '{2445049:MGKU3LDA}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>, also an Veranstaltungen der Marburger Universit\u00e4t. Die p\u00e4dagogischen Diskussionen zu Beginn des 19. Jahrhunderts besch\u00e4ftigten sich mit der Frage der \u00f6ffentlichen und privaten Erziehung, dem Anspruch des Staates auf Organisation und Kontrolle der Bildung auf der einen sowie der elterlichen und kindlichen Rechte auf Bildung beziehungsweise Erziehung ohne staatliche Einfl\u00fcsse auf der anderen Seite. Indem die Creuzers sowohl privaten, h\u00e4uslichen Unterricht anboten, zugleich aber auch einen Zugang zum Unterrichtsangebot der Universit\u00e4t erm\u00f6glichten, wurde nach Ansicht der beiden Vettern \u201eeine so gl\u00fcckliche Vereinigung der \u00f6ffentlichen und Privaterziehung\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-MGKU3LDA--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '181', 'items': '{2445049:MGKU3LDA}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> erzielt. Sobald die Sch\u00fcler die n\u00f6tigen F\u00e4higkeiten besa\u00dfen, erm\u00f6glichte ihnen dieses Konzept einen flie\u00dfenden \u00dcbergang zum Universit\u00e4tsstudium.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"714\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Marburg-1024x714.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4650\" srcset=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Marburg-1024x714.jpeg 1024w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Marburg-300x209.jpeg 300w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Marburg-150x105.jpeg 150w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Marburg-768x536.jpeg 768w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Marburg-1536x1071.jpeg 1536w, https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Marburg.jpeg 1721w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abb: 3: Marburg, Blick zur Alten Universit\u00e4t \u2013 \u00a9<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/fotomarburg\" target=\"_blank\"> Bildarchiv Foto Marburg<\/a> \/ Ludwig Bickell<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine quasi parallele voruniversit\u00e4re und universit\u00e4re Bildung, wie sie von den Creuzers angeboten wurde, unterscheidet sich deutlich von der heutigen Differenzierung zwischen schulischer und universit\u00e4rer Bildung, die f\u00fcr die Bildungslandschaft des 18. Jahrhunderts noch nicht konstatiert werden kann. Bevor sich ein differenziertes Bildungssystem mit klarer Abgrenzung zwischen schulischer und universit\u00e4rer Bildung mit dem Abitur als Zugangsvoraussetzung im 19. Jahrhundert herausbildete, existierten vielf\u00e4ltige Bildungseinrichtungen, wie Ritterakademien oder Akademische Gymnasien (Gymnasium Illustre) oder auch private, wie das Erziehungsinstitut, f\u00fcr die keine eindeutige Einordnung als Teil einer schulischen oder akademischen Bildung erfolgen kann <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-ZJLDQSPG--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '195', 'items': '{2445049:ZJLDQSPG}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p>Den besonderen Vorteil ihres Konzepts sahen die Vettern darin, dass die Sch\u00fcler zwar akademischen Unterricht genossen, dennoch aber in einem sozusagen beh\u00fcteten Umfeld wohnten, das erzieherisch und wenn n\u00f6tig auch disziplinarisch auf sie einwirken konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies wurde erst durch die Mitarbeit der Ehefrauen der Vettern, Charlotte und Sophie Creuzer m\u00f6glich. Ihre T\u00e4tigkeiten sowohl in der Organisation des Haushalts, wie der Anleitung von Dienstboten, der Beschaffung und Erzeugung von Lebensmitteln, aber auch ihre Sorgearbeit stellten neben der unterrichtlichen T\u00e4tigkeit der Vettern eine zentrale S\u00e4ule des Erziehungsinstituts dar.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis wohnten auch ehemalige Sch\u00fcler als immatrikulierte Studenten in den Haushalten der Creuzers. Dies war eine durchaus \u00fcbliche Wohnform f\u00fcr Studenten Ende des 18. Jahrhunderts. In Marburg wohnten in den 1790er Jahren ca. 10 Prozent der Studenten in Haushalten von Universit\u00e4tslehrern. Gemeinsam mit der fachlichen Bildung war die charakterliche Festigung und Erziehung im Professoren- oder Privatdozentenhaushalt gewissenma\u00dfen Teil des universit\u00e4ren Bildungskonzepts und wurde von den Eltern der Studenten aktiv gew\u00fcnscht. Die Haushalte von Professoren und Privatdozenten wirkten somit als sozialer Stabilit\u00e4tsfaktor innerhalb Universit\u00e4t und der Stadt. Schl\u00e4gereien, unerlaubtes Jagen, Schw\u00e4ngerungen, \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Alkoholgenuss \u2013 am Ende des 18. Jahrhunderts waren die Klagen der Marburger Stadtbev\u00f6lkerung \u00fcber die Studenten vielf\u00e4ltig und die Annahme Creuzers, die Universit\u00e4t k\u00f6nne zum \u201eGrab der physischen und moralischen Gesundheit hoffnungsvoller J\u00fcnglinge\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-MGKU3LDA--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '182', 'items': '{2445049:MGKU3LDA}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> werden, durchaus nachvollziehbar.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer Rolle als Wirtschaftspaar <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-57TJ649B--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '75', 'items': '{2445049:57TJ649B}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> \u00fcbernahmen die Professoren- und Privatdozentenehepaare nicht nur Verantwortung f\u00fcr die h\u00e4usliche Versorgung, sondern auch f\u00fcr die Erziehung der oft noch sehr jungen Studenten<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_7');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_7');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_7\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[7]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_7\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span>, indem sie f\u00fcr die Dauer des Studiums stellvertretend die Stelle des jeweiligen Elternteils einnahmen. In der bisherigen Forschung wurde die Arbeit der Ehefrauen der Professoren, der zeitgen\u00f6ssisch so genannten Professorin nur wenig in den Blick genommen <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-D3IAXMYU--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '145', 'items': '{2445049:D3IAXMYU}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Die Befunde zeigen aber, dass sie bei der Aufnahme von Studenten in den Professorenhaushalt eine wesentlich Rolle spielte. Beide Elternteile der Studenten wurden am Studienort in ihren jeweiligen Rollen durch das Professorenpaar vertreten. Somit beeinflussten die Professorenhaushalte die sittliche Erziehung der Studenten<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_8');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_8');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_8\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[8]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_8\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> und reglementierten auch den studentischen Lebenswandel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zwischen p\u00e4dagogischem Idealismus und finanziellem Realismus \u2013 Dramaturgie des Scheiterns<\/h2>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich hatten aus dem von p\u00e4dagogischen Ideen der Aufkl\u00e4rung gepr\u00e4gte Konzept des Erziehungsinstituts auch positive Impulse zur L\u00f6sung der gravierenden Probleme der Marburger Universit\u00e4t Ende des 18. Jahrhunderts hervorgehen k\u00f6nnen. Bedingt durch die Gr\u00fcndung der G\u00f6ttinger Universit\u00e4t war die Zahl der Studenten in Marburg deutlich gesunken. Durch den fehlenden studentischen Konsum hatte sich die \u00f6konomische Lage der Stadtbev\u00f6lkerung deutlich verschlechtert, was zu massiven Klagen f\u00fchrte. Mit der Schlie\u00dfung des Collegium Carolinum<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_9');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_9');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_9\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[9]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_9\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> in Kassel, dem Bau des Botanischen Gartens oder Gr\u00fcndung naturwissenschaftlicher Institute ab 1786 begann eine inhaltliche Neuausrichtung, die wieder mehr Studenten nach Marburg ziehen sollte. Zwar gab es das seit der Gr\u00fcndung der Universit\u00e4t bestehende und mit ihr verbundene P\u00e4dagogium als Ort universit\u00e4tsvorbereitender Bildung, Reformen fanden allerdings erst zehn Jahre sp\u00e4ter statt. <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-Z5UJKUQH--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:Z5UJKUQH}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept des Instituts, Vorteile von Privat- und \u00f6ffentlicher Erziehung zu verbinden, einen flie\u00dfenden \u00dcbergang zur Universit\u00e4t zu leisten, reale Bildungsinhalte und wissenschaftliche Bildung zu verkn\u00fcpfen, mit besonderem Augenmerk auf neue Fachrichtungen sowie die erzieherische Begleitung auch k\u00fcnftiger Studenten h\u00e4tte hier gute Ans\u00e4tze geliefert, um die Bem\u00fchungen der Universit\u00e4t um Neuausrichtung und Erh\u00f6hung der Immatrikulationszahlen auch schon im Bereich der Studienvorbereitung, beispielsweise durch eine Reform des P\u00e4dagogiums zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum das Creuzersche Erziehungsinstitut sich nicht etablieren konnte, war abh\u00e4ngig von zwei zentralen Faktoren: der unzureichenden finanziellen Grundlage und dem famili\u00e4ren Miteinander. Das Erziehungsinstitut sollte ein sichere Einkommensquelle f\u00fcr die beiden Familien werden. Allerdings beschreibt Friedrich Creuzer in Briefen an seinen Freund Friedrich Carl von Savigny immer wieder die prek\u00e4re Finanzsituation. Versprochene, aber noch ausstehende Zahlungen f\u00fcr den Besuch des Instituts brachten die Familien in Schwierigkeiten, so dass sie sich Geld zur Bestreitung ihrer allt\u00e4glichen Ausgaben leihen mussten. Friedrich Creuzer bat Savigny mehrfach um Geld, indem er formulierte: \u201eUebrigens befinden wir uns [\u2026] in einem \u00f6konomischen Gedr\u00e4nge, aus dem wir keine andere Erl\u00f6sung von der Hand wissen, als durch Hilfe von Ihnen.\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-JA367KIB--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '88', 'items': '{2445049:JA367KIB}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Es d\u00fcrften jeweils nicht mehr als zwei oder drei Sch\u00fcler gewesen sein, die in den Haushalten der Creuzers lebten. Vermutlich war die Aufnahme von mehr Sch\u00fclern in den jeweiligen Wohnungen der Familien nicht umsetzbar. Um ihr Institut wirtschaftlich betreiben zu k\u00f6nnen, strebten die Vettern dringend eine Vergr\u00f6\u00dferung des Instituts an. Dazu sollte ein gemeinsames Haus gekauft werden, das k\u00fcnftig von beiden Familien bewohnt werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite relevante Faktor war das famili\u00e4re Miteinander. Die Vettern hatten seit ihrer Studienzeit ein \u00e4u\u00dferst enges Verh\u00e4ltnis. Die gemeinsame Gr\u00fcndung eines Erziehungsinstituts erfolgte nicht nur aus \u00f6konomischen Notwendigkeiten, sondern mindestens ebenso aus p\u00e4dagogischem Interesse. Aus Briefen der Vettern wird deutlich, dass ihr gemeinsames Arbeiten \u00e4u\u00dferst harmonisch und reibungslos verlief. Eine wesentliche Rolle im Konzept des Erziehungsinstitutes spielten aber auch die Ehefrauen Charlotte und Sophie Creuzer. Nur mit ihnen konnte die von Friedrich Creuzer so bezeichnete \u201eGr\u00fcndung des Familienvereins\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-JA367KIB--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '92', 'items': '{2445049:JA367KIB}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> erfolgreich werden. Jedoch verlief die Entwicklung anders als gedacht. Friedrich Creuzer berichtete Savigny: \u201eSondern etwas, worauf wir sicher gerechnet hatten, ist nicht eingetreten. Jene Vereinigung der weiblichen Herzen zur Einheit des Wollens und Wirkens\u201c <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-JA367KIB--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '92', 'items': '{2445049:JA367KIB}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>. Der gemeinsame Erwerb eines Hauses scheiterte letztlich nicht nur am begrenzten Angebot an H\u00e4usern in Marburg, sondern auch an der fehlenden Zustimmung der Ehefrauen. Charlotte und Sophie Creuzer wollten offenbar nicht in ein gemeinsames Haus ziehen und dort gemeinsam mit ihren Ehem\u00e4nnern das Institut betreiben. Ein Grund daf\u00fcr d\u00fcrfte ihr deutlicher Altersunterschied von knapp 20 Jahren in Verbindung mit ihren unterschiedlichen Lebensphasen gewesen sein. Sophie Creuzer brachte zwei halbw\u00fcchsige Kinder mit in die Ehe, die kinderlos blieb, w\u00e4hrend f\u00fcr Charlotte Creuzer erst die Familienphase begann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie lange das Institut bestand und wann genau die Aufl\u00f6sung erfolgte, l\u00e4sst sich aufgrund fehlender Quellen nicht genau ermitteln.<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_10');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_10');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_10\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[10]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_10\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> Die Aufl\u00f6sung war der absehbare Schritt aus dem Dilemma, dass das Institut nur mit mehr Sch\u00fclern wirtschaftlich war, daf\u00fcr aber ein gemeinsames Haus h\u00e4tte erworben werden m\u00fcssen, wof\u00fcr die Zustimmung der Ehefrauen fehlte. Letztlich besserte sich die \u00f6konomische Situation der Familien unabh\u00e4ngig vom Erziehungsinstitut schrittweise. Leonhard Creuzer bekleidete seit 1801 eine Pfarrstelle in Marburg und erhielt 1803 eine ordentliche Professur an der Universit\u00e4t. Sein Vetter wurde ab 1800 au\u00dferordentlicher, ab 1802 ordentlicher Professor. Allerdings war die Besoldung f\u00fcr Friedrich Creuzer vergleichsweise gering, so dass er 1804 Marburg verlie\u00df und einen Ruf nach Heidelberg auf eine deutlich besser besoldete Stelle annahm.<\/p>\n\n\n\n<p>War die Gr\u00fcndung des Erziehungsinstituts also nur eine Zwischenstation auf dem Karriereweg der Vettern? Der Entschluss, ein Erziehungsinstitut zu er\u00f6ffnen, war gut \u00fcberlegt. Die Vettern Creuzer hatten ein Konzept erstellt und dieses als Druck ver\u00f6ffentlicht. Ma\u00dfgeblich beeinflusst wurde die Konzeption von einer aufkl\u00e4rerisch gepr\u00e4gten P\u00e4dagogik und innovativen \u00dcberlegungen. Dass das Unternehmen scheiterte, lag nicht an dem dahintersteckenden p\u00e4dagogischen Idealismus. Vielmehr darf angenommen werden, dass die unzureichenden finanziellen R\u00fccklagen<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_11');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_11');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_11\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[11]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_11\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> der Vettern sich als problematisch erwiesen, da sie die zun\u00e4chst geringen Sch\u00fclerzahlen nicht kompensieren konnten. Um das Familienunternehmen wirtschaftlich betreiben zu k\u00f6nnen, h\u00e4tten beide Ehepaare gemeinsam und engagiert mitwirken m\u00fcssen. Diese fehlende \u201eGr\u00fcndung eines Familienvereins\u201c war ein Grund, warum das Erziehungsinstitut eine vor\u00fcbergehende Einrichtung blieb. Dass es keine Nachahmer fand, war auch durch die Entwicklung des Bildungssystems weg von einem durch Hauslehrer gepr\u00e4gten privaten Unterricht hin zu einem fl\u00e4chendeckenden, differenzierten Angebot an Schulbildung mit einer verbindlichen Zugangsvoraussetzung zu Universit\u00e4ten bedingt.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem weiteren Berufswegen blieben die Vettern aber beide p\u00e4dagogisch stark engagiert: Leonhard Creuzer mit seinem Engagement zum Aufbau einer Industrie-Freischule und als Professor in Marburg, Friedrich Creuzer als Begr\u00fcnder des philologisch-p\u00e4dagogischen Seminars an der Heidelberger Universit\u00e4t.<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_12');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_3564_1('footnote_plugin_reference_3564_1_12');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_3564_1_12\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[12]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_3564_1_12\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span><\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p><div class=\"speaker-mute footnotes_reference_container\"> <div class=\"footnote_container_prepare\"><p><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_label pointer\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_3564_1();\">Anmerkungen<\/span><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_collapse_button\" style=\"display: none;\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_3564_1();\">[<a id=\"footnote_reference_container_collapse_button_3564_1\">+<\/a>]<\/span><\/p><\/div> <div id=\"footnote_references_container_3564_1\" style=\"\"><table class=\"footnotes_table footnote-reference-container\"><caption class=\"accessibility\">Anmerkungen<\/caption> <tbody> \r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_1');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_1\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>1<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Vgl. \u201e<a href=\"https:\/\/professorenkatalog.online.uni-marburg.de\/de\/pkat\/idrec?id=1027\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/professorenkatalog.online.uni-marburg.de\/de\/pkat\/idrec?id=1027\">Creuzer, Christoph Andreas <em>Leonhard<\/em><\/a><em>\u201c,<\/em> in: Professorenkatalog der Philipps-Universit\u00e4t Marburg (Abruf: 20.9.2021) <\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_2');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_2\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>2<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"> Vgl. \u201e<a href=\"https:\/\/professorenkatalog.online.uni-marburg.de\/de\/pkat\/idrec?id=4004\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/professorenkatalog.online.uni-marburg.de\/de\/pkat\/idrec?id=4004\">Creuzer<em>, <\/em>Georg<em> Friedrich<\/em><\/a>\u201c, in: Professorenkatalog der Philipps-Universit\u00e4t Marburg (Abruf: 15.4.2021) <\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_3');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_3\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>3<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\"> Vgl. \u201e<a href=\"https:\/\/professorenkatalog.online.uni-marburg.de\/de\/pkat\/idrec?id=9852\">Hauff, Johann <em>Carl<\/em> Friedrich<\/a>\u201c, in: Professorenkatalog der Philipps-Universit\u00e4t Marburg (Abruf: 15.4.2021) <\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_4');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_4\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>4<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Zur Personengruppe der Privatdozenten, den rechtlichen Bestimmungen, Karrierewegen und \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnissen legte <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-XYFBDG8D--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:XYFBDG8D}', 'format': '%a%, %d%, %p%', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> eine umfangreiche Untersuchung am Beispiel der Situation an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen vor.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_5');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_5\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>5<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">F\u00fcr eine gute Entwicklung der Sch\u00fcler sahen die Creuzers eine Erziehung zu Reinlichkeit\/Hygiene, aber auch ma\u00dfvolles Essen (Di\u00e4t) und Bewegung im Rahmen der k\u00f6rperlichen Erziehung als notwendig an. <\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_6');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_6\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>6<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Die Marburger Universit\u00e4t war den Statuten nach reformiert, die \u00fcberwiegende Mehrheit der Marburger Bev\u00f6lkerung hingegen \u2013 wie auch die Creuzers \u2013 lutherisch. Auch Ende des 18. Jh. spielte dies z.B. bei Besetzungsfragen von Professuren noch eine Rolle. Religionsunterricht am Erziehungsinstitut sollte auf Grundlage konfessioneller Gemeinsamkeiten des Christentums, wie der Humanit\u00e4t, erfolgen. Konfessionsspezifische Inhalte legten die Creuzers in die H\u00e4nde der jeweiligen Geistlichen im Zuge der m\u00f6glichen Konfirmation.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_7');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_7\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>7<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Ein Studienbeginn war Ende des 18. Jahrhunderts bereits mit 14 oder 15 Jahren m\u00f6glich.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_8');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_8\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>8<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Vandermeersch <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-ICSRCVF4--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '186', 'items': '{2445049:ICSRCVF4}', 'format': '(%a%, %d%, %p%)', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span> hingegen sieht diese Aufgabe im Aufgabenbereich des Professors.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_9');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_9\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>9<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Landgraf Carl gr\u00fcndete das Collegium Carolinum 1709 in Kassel mit der Absicht, angehende Studenten in einem zweij\u00e4hrigen vorbereitenden Bildungsgang grundlegende Kenntnisse Anatomie, Mathematik und Physik zu vermitteln. 1738 wurde das Collegium zu einer Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr Milit\u00e4rchirurgen erweitert und ab den 1760er Jahren universit\u00e4ts\u00e4hnlich ausgebaut. Aufgrund der geringen Studentenzahlen wurde es 1786 geschlossen und die Professoren an die Universit\u00e4t Marburg versetzt.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_10');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_10\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>10<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Das Erziehungsinstitut existierte 1802 noch. Eine Aufl\u00f6sung d\u00fcrfte sp\u00e4testens 1804 mit dem Weggang Friedrich Creuzers nach Heidelberg erfolgt sein. <\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_11');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_11\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>11<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Neben dem Erziehungsinstitut der Creuzers scheiterte auch das von Johann Heinrich Pestalozzi an mangelnder Finanzausstattung und m\u00f6glicherweise auch fehlendem Gesch\u00e4ftssinn der Gr\u00fcnder. Vgl. hierzu <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-AYHNSASH--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': '122', 'items': '{2445049:AYHNSASH}', 'format': '%a%, %d%, %p%', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_3564_1('footnote_plugin_tooltip_3564_1_12');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_3564_1_12\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>12<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Creuzer publizierte auch seinen konzeptionellen Vorstellungen der Lehrerbildung (vgl. <span class=\"zp-InText-zp-ID--2445049-INZLBBGJ--wp3564 zp-InText-Citation loading\" rel=\"{ 'pages': 'np', 'items': '{2445049:INZLBBGJ}', 'format': '%a%, %d%, %p%', 'brackets': '', 'etal': '', 'separator': '', 'and': '' }\"><\/span>). <\/td><\/tr>\r\n\r\n <\/tbody> <\/table> <\/div><\/div><script type=\"text\/javascript\"> function footnote_expand_reference_container_3564_1() { jQuery('#footnote_references_container_3564_1').show(); jQuery('#footnote_reference_container_collapse_button_3564_1').text('\u2212'); } function footnote_collapse_reference_container_3564_1() { jQuery('#footnote_references_container_3564_1').hide(); jQuery('#footnote_reference_container_collapse_button_3564_1').text('+'); } function footnote_expand_collapse_reference_container_3564_1() { if (jQuery('#footnote_references_container_3564_1').is(':hidden')) { footnote_expand_reference_container_3564_1(); } else { footnote_collapse_reference_container_3564_1(); } } function footnote_moveToReference_3564_1(p_str_TargetID) { footnote_expand_reference_container_3564_1(); var l_obj_Target = jQuery('#' + p_str_TargetID); if (l_obj_Target.length) { jQuery( 'html, body' ).delay( 0 ); jQuery('html, body').animate({ scrollTop: l_obj_Target.offset().top - window.innerHeight * 0.2 }, 380); } } function footnote_moveToAnchor_3564_1(p_str_TargetID) { footnote_expand_reference_container_3564_1(); var l_obj_Target = jQuery('#' + p_str_TargetID); if (l_obj_Target.length) { jQuery( 'html, body' ).delay( 0 ); jQuery('html, body').animate({ scrollTop: l_obj_Target.offset().top - window.innerHeight * 0.2 }, 380); } }<\/script><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen und Literatur<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/2445049\/bildungsgeschichte.de_-_bibliographien\/collections\/Y74MJ6Y6\">Z<\/a><a href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/2445049\/bildungsgeschichte.de_-_bibliographien\/collections\/Y74MJ6Y6\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ur Zotero Library<\/a><\/p>\n\n\n\n\n<div id='zp-InTextBib-zotpress-fe879b051f98ab67bd67b314018f53d4' class='zp-Zotpress zp-Zotpress-InTextBib wp-block-group zp-Post-3564'>\r\n\t\t<span class=\"ZP_ITEM_KEY ZP_ATTR\">{2445049:AYHNSASH};{2445049:UFSCTKV6};{2445049:XYFBDG8D};{2445049:MGKU3LDA};{2445049:UFSCTKV6};{2445049:UFSCTKV6};{2445049:23WQQ63L};{2445049:MGKU3LDA};{2445049:MGKU3LDA};{2445049:ZJLDQSPG};{2445049:MGKU3LDA};{2445049:57TJ649B};{2445049:D3IAXMYU};{2445049:ICSRCVF4};{2445049:Z5UJKUQH};{2445049:JA367KIB};{2445049:JA367KIB};{2445049:JA367KIB};{2445049:AYHNSASH};{2445049:INZLBBGJ}<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_STYLE ZP_ATTR\">https:\/\/www.zotero.org\/styles\/bibliothek-fur-bildungsgeschichtliche-forschung<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_SORTBY ZP_ATTR\">creator<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_ORDER ZP_ATTR\">asc<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_TITLE ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_SHOWIMAGE ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_SHOWTAGS ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_DOWNLOADABLE ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_NOTES ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_ABSTRACT ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_CITEABLE ZP_ATTR\">1<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_TARGET ZP_ATTR\">1<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_URLWRAP ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_FORCENUM ZP_ATTR\">0<\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_HIGHLIGHT ZP_ATTR\"><\/span>\r\n\t\t<span class=\"ZP_POSTID ZP_ATTR\">3564<\/span><div class='zp-List loading'>\n<div class=\"zp-SEO-Content\"><\/div><!-- .zp-zp-SEO-Content -->\n<\/div><!-- .zp-List --><\/div><!--.zp-Zotpress-->\n\n\n\n\n\n<p><a name=\"_edn12\" href=\"applewebdata:\/\/12CF9F36-9D9D-46FB-9C8F-2EC65CDE5A2B#_ednref12\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bildungsgeschichte um 1800 ist gepr\u00e4gt von zahlreichen neuen und von der Aufkl\u00e4rung inspirierten Erziehungsinstituten. Trotz innovativer Konzepte scheiterten viele. 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