{"id":2773,"date":"2021-07-05T11:19:49","date_gmt":"2021-07-05T09:19:49","guid":{"rendered":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/?p=2773"},"modified":"2023-11-27T11:59:10","modified_gmt":"2023-11-27T10:59:10","slug":"wer-waren-die-absolventen-des-gothaer-gymnasiums-illustre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/index.php\/beitrag\/2773\/","title":{"rendered":"Wer waren die Absolventen des Gothaer Gymnasiums Illustre?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein neuer Datensatz f\u00fcr die Erforschung der Schul- und Bildungsgeschichte von der Reformation bis ins 19. Jahrhundert<\/h2>\n\n\n\n<p>Das <a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q23295\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gothaer Gymnasium Illustre oder Ernestinum<\/a>, \u00fcber Jahrhunderte hinweg eine Institution von \u00fcberregionaler Reichweite, ist ein interessantes bildungsgeschichtliches Forschungsobjekt, schon allein ob seiner komplexen \u00dcberlieferung: 8,3 Regalmeter Akten liegen heute im Th\u00fcringischen Staatsarchiv<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_1');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_1');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_2773_1_1\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[1]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_2773_1_1\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> mit einer Laufzeit von der Gr\u00fcndung des Gymnasiums am 21. Dezember 1524 durch <a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q34963\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Friedrich Myconius<\/a> bis zu seiner Aufl\u00f6sung als nun humanistisches Gymnasium in der Sowjetischen Besatzungszone im April 1947. \u00dcber 500 Jahre Schul- und Bildungsgeschichte in wechselnden kulturellen und politischen Kontexten lassen sich hier rekonstruieren \u2013 und sollten sich mit der soeben von <a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q34963\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heino Richard<\/a>, Genealoge in Gotha, vorgelegten datentechnischen Erschlie\u00dfungsarbeit neuartig digital durchdringen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorgelegt wird hier der Datensatz aller 4215 Absolventen der Jahrg\u00e4nge bis 1882 \u2013 in einer Wikibase-Instanz, die die Daten nicht nur tiefgreifend analysierbar macht und frei konfigurierbar f\u00fcr den Download bereitstellt, sondern auch einer kollaborativen Fortentwicklung zug\u00e4nglich macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl das Gymnasium wie die spezielle Form der Datenpublikation auf einer Wikibase-Plattform verdienen einige eingehendere Bemerkungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gothas Gymnasium Illustre\/ Ernestinum \u2013 Musterschule im Musterterritorium<\/h2>\n\n\n\n<p>Gothas Gymnasium, vor seiner Schlie\u00dfung 1947 das \u00e4lteste kontinuierlich betriebene Gymnasium Deutschlands, genie\u00dft einen besonderen Ruf unter den Bildungseinrichtungen der fr\u00fchen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts \u2013 das Attribut \u201eIllustre\u201c erhielt es dabei 1600 in Notiz der f\u00fcrstlichen Tr\u00e4gerschaft und des hochschul\u00e4hnlichen Charakter der Lateinschule, der neue Name \u201eErnestinum\u201c  geht auf den Prozess seiner Zusammenlegung mit dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q36247\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1836 gegr\u00fcndeten Realgymnasium<\/a>&nbsp;im Jahre 1859 zur\u00fcck. Seine bildungshistorische Bedeutsamkeit hat entscheidend mit den Bildungsreformen zu tun, die dem Herzogtum eine innovative Rolle innerhalb des Alten Reiches zuwiesen: Unter der Herrschaft Ernst des Frommen wurde das Gymnasium durch seinen Rektor&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q196254\" target=\"_blank\">Andreas Reyher<\/a>&nbsp;(1641-1673) nachhaltig im Sinne von&nbsp;<a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q255005\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wolfgang Ratke<\/a>, einem der gro\u00dfen Bildungsreformer des 17. Jahrhunderts, reformiert. Bahnbrechend war hier die Integration der Muttersprache in das lateinische Schulwesen, doch f\u00fchrte Reyher auch die F\u00e4cher Geschichte, Poetik, Mathematik und au\u00dferdem eine neue obere Klassenstufe ein, die Selecta, f\u00fcr h\u00f6here universit\u00e4re Inhalte. Im 18. Jahrhundert sicherte das Gymnasium seine p\u00e4dagogische Vorreiterrolle durch \u201aaufgekl\u00e4rte Schulreformen\u2018, vor allem unter Rektor&nbsp;<a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q14200\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Johann Gottfried Gei\u00dfler<\/a>&nbsp;(1768-1779), der nun die naturwissenschaftlichen Disziplinen in den Unterricht integrierte, den Anteil der alten Sprachen zugunsten von modernen Fremdsprachen wie Englisch und Franz\u00f6sisch reduzierte, das Fachlehrerprinzip einf\u00fchrte und verbindliche Lehrpl\u00e4ne entwarf.<\/p>\n\n\n\n<p>Man wird den Verweis auf diese Errungenschaften gleichzeitig als Teil einer retrospektiven Inszenierung der Herrschaft des Territoriums im R\u00fcckblick auf seine gro\u00dfen Herz\u00f6ge <a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q234146\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ernst den Frommen<\/a> (1601-1675) und <a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q978\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ernst II.<\/a> (1745-1804) werten k\u00f6nnen. Als Gotha im 19. Jahrhundert eine eigene Position gegen\u00fcber Weimar, dem Ort der deutschen Klassik, suchte, gewann die Vorreiterrolle auf dem Bildungssektor an Bedeutung: Andere Territorien hatten sich, lange noch dem Barock verhaftet, mit Opern und prunkvollen Festen und sp\u00e4ter noch als Musenh\u00f6fe inszeniert. Gotha hatte, asketischer, auf die Erziehung der Landeskinder gesetzt und im Verbund mit der Lutherischen Orthodoxie den Weg in die Aufkl\u00e4rung beschritten \u2013 eine Selbststilisierung, die der Stadt ein durchaus attraktives Selbstverst\u00e4ndnis gab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4215 Absolventen von der Reformation bis in den Jahrgang 1882<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcberliefert sind im Bestand des Th\u00fcringischen Staatsarchivs Gotha&nbsp;die Unterrichtsprogramme des Gymnasiums bis in seine Fr\u00fchphase \u2013 vom Altgriechisch-Unterricht bis zum Turnunterricht&nbsp;\u2013 sowie die Schulordnungen bis in das Jahr 1641 und die Akten der Finanzierung des Gymnasiums&nbsp;bis auf das Jahr&nbsp;1772 hinab. Die im Blick auf die Sch\u00fcler unmittelbar interessanten Aktenbest\u00e4nde sind die der&nbsp;Zeugnislisten, die von 1641 bis 1946 vorliegen. Ab 1837 kommen Informationen \u00fcber \u201espezielle Verh\u00e4ltnisse der Sch\u00fcler\u201c hinzu&nbsp;\u2013 Best\u00e4nde, die auf eine Aufarbeitung warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir stellen im Folgenden keine versionierte Datei der Daten der Gothaer Gymnasiasten zum Download bereit, sondern Beispiel-Suchen, die Listen und Visualisierungen CC0-lizenziert zum Download in verschiedenen Formaten generieren. Weder fand eine Listeneingabe statt, die sich nun reproduzieren lie\u00dfe, noch hat die Datenbank, aus der hier Ausz\u00fcge zu liefern sind, Verzeichnisse, in denen Datenpakete abgelegt w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau genommen wurde von Heino Richard in einem Pool von etwa 20.000 Personen seiner gr\u00f6\u00dferen Arbeit zu Gothaer Familiengeflechten bei 4.215 Personen vermerkt, dass sie das Gymnasium Illustre\/ Ernestinum besuchten. Dazu wurde dann ein Quellenverweis gesetzt, \u00fcber den sich nun ein Sch\u00fclerdatensatz inmitten des gr\u00f6\u00dferen Personengef\u00fcges in verschiedenen Vernetzungen herauskristallisieren l\u00e4sst. Etwa ein Viertel der Personen waren \u201ealte Bekannte\u201c, angelegt in vorangegangenen Projekten, drei Viertel kamen \u00fcber die ausgewerteten Absolventenlisten neu hinzu. Das zentrale Interesse der fortlaufenden Arbeit ist deren weitere genealogische Vernetzung, was Defizite z. B. in der Spezifizierung von beruflichen Positionen erkl\u00e4rt. Die Absolventenlisten, wie sie Max Schneider sukzessive von 1905 bis 1913 nach Abschlusskohorten geordnet vorlegte, gab Ulrich Lutzkat mit eigenen Erg\u00e4nzungen in Reprints in&nbsp;<em>Die Abiturienten des Gymnasiums Ernestinum Gotha seit 1524<\/em>&nbsp;(Gotha: Gymnasium Ernestinum, 2014) heraus. Zum Teil sind die folgenden Titel mittlerweile auch in Digitalisaten online verf\u00fcgbar (die lateinischen Siglen haben wir \u00fcber die einzelnen Nummerierungen gelegt, um jederzeit eine koh\u00e4rente Gesamtnummerierung in genau dieser Folge herstellen zu k\u00f6nnen):<\/p>\n\n\n\n<p>A. \u201eGothaer Studenten in Wittenberg 1525\u20131602. Nach Dr. Max Schneider\u201c, in: Ulrich Lutzkat: <em>Die Abiturienten des Gymnasiums Gotha seit 1524<\/em> (Gotha, 2014), S. 50\u201354. Der Bezug gilt Max Schneiders \u201eZur Geschichte des Gymnasiums in Gotha, V. Beitrag Die Gothaischen Studenten an der Universit\u00e4t Wittenberg\u201c, in: <em>Aus der Heimat. Bl\u00e4tter der Vereinigung f\u00fcr Gothaische Geschichte und Altertumsforschung<\/em>, 1. Jahrgang Heft 4 (1898), S. 169\u2013178. <a href=\"https:\/\/zs.thulb.uni-jena.de\/receive\/jportal_jparticle_00318951\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/zs.thulb.uni-jena.de\/receive\/jportal_jparticle_00318951<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>B. Max Schneider: \u201eBer\u00fchmt gewordene Sch\u00fcler der Gothaer Schule aus dem ersten Jahrhundert ihres Bestehens\u201c, in: <em>Mitteilungen der Vereinigung f\u00fcr Gothaische Geschichte und Altertumsforschung<\/em> (Gotha, 1913), S. 23\u201355.&nbsp;<a href=\"https:\/\/zs.thulb.uni-jena.de\/receive\/jportal_jparticle_00297116\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/zs.thulb.uni-jena.de\/receive\/jportal_jparticle_00297116<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>C. Max Schneider: \u201eDie Abiturienten des Gymnasium Illustre zu Gotha aus M. Andreas Reyhers und Georg Hessens Rektorat von 1653\u20131694\u201c, in:&nbsp;<em>Programm des Herzoglichen Gymnasium Ernestinum zu Gotha \/ Gymnasium Ernestinum Gotha, 1860-1915<\/em> (Gotha, 1911), S. [3]\u201321. <a href=\"http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/ulbdsp\/periodical\/titleinfo\/4681540\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/ulbdsp\/periodical\/titleinfo\/4681540<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>D. Max Schneider: \u201eDie Abiturienten des Gymnasium Illustre zu Gotha aus Mgr. Gottfried Vockerodts Rektorat von 1695\u20131727\u201c, in:&nbsp;<em>Programm des Herzoglichen Gymnasium Ernestinum zu Gotha<\/em>&nbsp;(Gotha, 1913), S. [3]\u201322.&nbsp;<a href=\"https:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:hbz:061:1-178898\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:hbz:061:1-178898<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>E. Max Schneider: \u201eDie Abiturienten des Gymnasium Illustre zu Gotha aus Joh. Heinrich Stussens Rektorat 1729\u20131767\u201c, in:&nbsp;<em>Mitteilungen der Vereinigung f\u00fcr Gothaische Geschichte und Altertumsforschung<\/em>&nbsp;(Gotha, 1919), S. 27\u201366.&nbsp;<a href=\"https:\/\/zs.thulb.uni-jena.de\/receive\/jportal_jparticle_00298445\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/zs.thulb.uni-jena.de\/receive\/jportal_jparticle_00298445<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>F. Max Schneider: \u201eDie Abiturienten des Gymnasium Illustre zu Gotha von 1768\u20131859\u201c, Teil 1, in: &nbsp;<em>Programm des Herzoglichen Gymnasium Ernestinum zu Gotha als Einladung zu der [\u2026] stattfindenden Entlassung der Abiturienten<\/em> (Gotha, 1905), S. 1\u201316. <a href=\"http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/urn\/urn:nbn:de:hbz:061:1-178814\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/urn\/urn:nbn:de:hbz:061:1-178814\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/urn\/urn:nbn:de:hbz:061:1-178814<\/a><br>Max Schneider: \u201eDie Abiturienten des Gymnasium Illustre zu Gotha von 1768\u20131859\u201c, Teil 2, in: <em>Programm des Herzoglichen Gymnasium Ernestinum zu Gotha als Einladung zu der [\u2026] stattfindenden Entlassung der Abiturienten<\/em> (Gotha, 1906), S. 1\u201316. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/ulbdsp\/periodical\/pageview\/4547678\" target=\"_blank\">http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/ulbdsp\/periodical\/pageview\/454767<\/a><a href=\"http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/ulbdsp\/periodical\/pageview\/4547678\">8<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>G. Ulrich Lutzkat, \u201eAbiturienten des Realgymnasiums zu Gotha 1849\u20131857\u201c, in: Ulrich Lutzkat,&nbsp;<em>Die Abiturienten des Gymnasiums Gotha seit 1524<\/em>&nbsp;(Gotha, 2014), S. 50\u201354.<\/p>\n\n\n\n<p>H. Max Schneider: \u201eDie Abiturienten des Gymnasiums Ernestinum zu Gotha unter Joachim Marquardts Direktorat 1859\u20131882\u201c, in:&nbsp;<em>Programm des Herzoglichen Gymnasium Ernestinum zu Gotha als Einladung zu der \u00f6ffentlichen Abiturientenentlassung am 28. M\u00e4rz 1908<\/em>&nbsp;(Gotha, 1908), S. 1\u201314.&nbsp;<a href=\"http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/urn\/urn:nbn:de:hbz:061:1-178856\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/urn\/urn:nbn:de:hbz:061:1-178856\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/digital.ub.uni-duesseldorf.de\/urn\/urn:nbn:de:hbz:061:1-178856<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schneiders Listen bieten in der Regel Geburts-, seltener auch Sterbedaten mit den dazugeh\u00f6rigen Ortsangaben, zudem kurze Aussagen zur jeweiligen Karriere, die prim\u00e4r auf das Studienfach verweisen. Angaben zu Verwandtschaftsverh\u00e4ltnissen kamen hinzu, wenn er V\u00e4ter bereits als Sch\u00fcler erfassen konnte. Nicht \u00fcberall wurde der volle Informationsgehalt \u00fcbernommen; es ging in der geleisteten Arbeit eher darum, das Netz der Datenknotenpunkte, das Gef\u00fcge der Personen, an denen nun beliebig weitergearbeitet werden kann, herzustellen und auf Eindeutigkeit und Identifizierbarkeit hin zu konfigurieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nachfolgende Suche reproduziert die obigen Listen bis in die Folge der Eintr\u00e4ge hinein. Die GND-Referenzen sind unvollst\u00e4ndig und ein Desiderat aller weiteren Forschung; mit den Normdaten der Deutschen Nationalbibliothek lassen sich die Daten dieses Datensatzes in beliebigen anderen Datenumgebungen auf Identit\u00e4ten hin abgleichen und insbesondere bibliothekarische Informationen den Namen zuordnen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Basissuche: einfache Sch\u00fclerliste: Familienname, Listen-Nummer, GND-ID,&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/y6xn2m25\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ein Blick auf die Q-Nummern offenbart, dass von den 4215 Sch\u00fclern 937 bereits aus anderen Projekten einen Eintrag hatten \u2013 ihre Nummern sind kleiner als Q190774. Die \u00e4lteren Datens\u00e4tze weisen dabei in der Regel die tiefere Vernetzung auf:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sieben Sch\u00fcler waren aus der Illuminatenforschung bekannt (<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yef8h8m8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">diesbez\u00fcgliche Datenbankabfrage<\/a>) Bei ihnen finden sich Mitgliedschaften und Karrieren genauer erfasst.<\/li>\n\n\n\n<li>In zwei fr\u00fchen Arbeitsschritten gaben wir die Namen und Hausadressen der Gothaer Adressb\u00fccher von 1828, 1843 und 1846 sowie die Informationen der Gothaer W\u00e4hlerliste von 1848 ein. 55 Sch\u00fclern sind in der Folge georeferenzierte Hausadressen zugeordnet. Die Zuordnung betrifft die notierten Sch\u00fcler als Hauseigner und Mieter, also als Erwachsene. In einer komplexeren Recherche m\u00fcssten den lokalisierten Familien die Kinder zugeordnet werden, f\u00fcr die zwischen 1828 und 1848 die Wohnungsadressen bekannt sind \u2013 man w\u00fcsste im selben Moment, welche Familien in den H\u00e4usern Nachbar waren und was f\u00fcr Familien in den unmittelbaren Nachbarh\u00e4usern wohnten.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Gros der komplexeren Datens\u00e4tze resultiert mit 872 Nummern aus Heino Richards vorangegangener Auswertung des Gothaischen Bandes des Th\u00fcringer Pfarrerbuchs.<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_2');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_2');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_2773_1_2\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[2]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_2773_1_2\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> 1.953 Personen aus dem Zeitraum 1520 bis 1920 standen hier als Pfarrer im Zentrum; \u00fcber 11.000 Personen-Datens\u00e4tze waren um diese herum zu gruppieren als&nbsp;Eltern, Ehefrauen, Eltern der Ehefrauen, Kinder und als Ehepartner der Kinder.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Projekte, die hier unterschiedliche Perspektiven auf Personen warfen, erzeugen unterschiedliche Datenverkn\u00fcpfungen. Gravierend sind dabei in den drei Datenlagen die Verkn\u00fcpfungen des Pfarrerbuches, da sich mit ihnen in wechselnden Str\u00e4ngen der verschiedensten famili\u00e4ren Beziehungen Vernetzungen ergaben, die von 1500 bis 1920 reichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Im FactGrid mit SPARQL Suchskripten recherchieren \u2013 verwirrend offen und chancenreich<\/h2>\n\n\n\n<p>Das FactGrid ist weder eine bildungshistorische noch eine genealogische geschweige denn eine spezifisch auf Gotha ausgerichtete Plattform. In einer Kooperation mit Wikimedia Deutschland<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_3');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_3');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_2773_1_3\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[3]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_2773_1_3\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> haben wir im Januar 2018 vom Forschungszentrum Gotha aus und gehostet am Rechenzentrum der Universit\u00e4t Erfurt eine Wikibase-Instanz aufgesetzt. Ziel des anfangs mit dem Fluidum des Experiments betriebenen Projektes war es von uns aus, Wikibase, die Software des Wikidata-Projektes, in einer etwas kontrollierteren Instanz den Geschichtswissenschaften zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die globale Nutzung war und ist dabei interessant, da die Software es erlaubt, von hunderten Sprachen aus an ein und derselben Datenlage zu arbeiten. Von Wikimedia aus agierten wir im selben Projekt erfolgreich als \u201eTrailblazer\u201c<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_4');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_4');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_2773_1_4\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[4]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_2773_1_4\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> der \u201e\u00d6ffnung der Software\u201c, eine f\u00fcr uns wiederum ausgesprochen werbewirksame Position, die uns weitreichende Kooperationen erlaubte. 2019 gingen wir eine Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek ein<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_5');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_5');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_2773_1_5\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[5]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_2773_1_5\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> mit dem Ziel, im Verlauf die GND bei uns in Wikibase Information bearbeitbar zu machen. Gelingt das Experiment, werden FactGrid-Daten \u00fcber die GND im Gegenzug in den zwischen Nationalbibliotheken weltweit geplanten Normdatenaustausch gelangen. Das Projekt von \u201eFederated Wikibase Instances\u201c steht hier im Hintergrund. 2020 traten wir als \u201eParticipant\u201c dem laufenden <a href=\"https:\/\/4memory.de\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/4memory.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">NFDI4Memory<\/a>-Prozess bei, mit dem Ziel, eine zentrale Instanz in der kollektiven Handhabung von geschichtswissenschaftlichen Daten in der deutschen <a href=\"https:\/\/www.nfdi.de\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.nfdi.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) <\/a>zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Wikidata ist unsere Instanz nach au\u00dfen durchg\u00e4ngig transparent \u2013 es gibt auf ihr keine abgeschlossenen R\u00e4ume, in denen Projekte \u201eihre Daten\u201c erst einmal f\u00fcr sich vorbereiten; alle Projekte arbeiten stets an derselben Datengrundlage. Anders als im Wikidata-Projekt k\u00f6nnen FactGrid-Daten jedoch nur von angemeldeten und unter Klarnamen agierenden Mitspielern ver\u00e4ndert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Konsequent auf die Aggregation von Datentripeln ausgerichtet, ist Wikibase extrem flexibel. Es gibt in Wikibase Datenbanken, keine kategorialen Setzungen und keine miteinander verschr\u00e4nkten Tabellen. Alles was eine Eigenschaft aufweisen kann, kann genau mit der Aussage dieser Eigenschaft ein Datenbankobjekt werden, das sich nun in beliebigen Sprachen benennen l\u00e4sst. Die meisten Aussagen verbinden Datenbankobjekte miteinander und schaffen damit eine Vernetzung von Wissensgegenst\u00e4nden, die nun untersucht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wikidata erfasst derzeit 94 Millionen Datenbankobjekte, darunter alle Wissensgegenst\u00e4nde, die in irgendeiner der 300 Wikipedien einen Artikel haben. Die Instanz verkraftet und protokolliert Dutzende Ver\u00e4nderungen pro Sekunde \u2013 Aspekte, die erkl\u00e4ren m\u00f6gen, weshalb die Software bei Normdatenanbietern weltweit in Erprobung ist. Mit der technischen Innovation kommt jedoch auch eine neue Offenheit, auf die Benutzer nur schlecht vorbereitet sind:  Sp\u00e4testens der <a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/query\/\">Query Service<\/a> macht diese Offenheit erfahrbar<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_6');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_6');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_2773_1_6\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[6]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_2773_1_6\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span> \u2013 eine freie Fl\u00e4che \u00f6ffnet sich hier, auf der ein Such-Skript geschrieben werden soll. Es gibt zwar eine etwas versteckte Suchhilfe, aber diese kl\u00e4rt nur bedingt, was sich hier wie suchen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis geht man in Wikibase von Mustersuchen aus, die erst einmal die gew\u00fcnschte Datengrundlage aufrufen. Alle weiteren Suchen lassen sich danach unter Hinzusetzung von Eigenschaften des Interesses in Gang bringen. Die praktische Basissuche war im vorliegenden Fall die Frage nach allen Objekten, bei denen das Gothaer Gymnasium als besuchte Bildungsinstitution auftaucht. Als erste Eigenschaften kamen Geburtsdaten, Familiennamen, die Lokalisierung in den genannten Listen und, soweit bekannt, die jeweilige GND-Nummer hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Im&nbsp;<a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/FactGrid:Directory_of_Properties\">Property-Verzeichnis<\/a>&nbsp;ist notiert, was f\u00fcr Eigenschaften Objekte derzeit aufweisen k\u00f6nnen \u2013 aktuell sind das 616 verschiedene, die sich beliebig in immer neuen Spalten einer wachsenden Tabelle anbieten lassen. In der Praxis ist zudem der Blick auf einzelne Datenbankobjekte interessant, die zeigen, wie komplexere Aussagen gemacht sind \u2013 Aussagen mit qualifizierenden Zusatzstatements und Quellenbelegen. In Bezug auf die Gothaer Gymnasiasten sind die Datenbankobjekte zu Johann Gottfried Bohn (<a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q137\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Q137<\/a>) und Schack Hermann Ewald (<a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q313\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Q313<\/a>) hier aufschlussreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgende Liste erweitert die vorangegangene Suche:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Komplexe Sch\u00fclerliste: Geburtsdatum\/ Geburtsort\/ Sterbedatum\/ Sterbeort\/ Vater\/ Mutter\/ Ehepartner\/ Karrierestatement\/ Listennummer\/ GND-ID,&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yysl8uoc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Daten lassen sich unmittelbar in JSON-, CSV-, TSV- und HTML-Formaten herunterladen und sind CC0-lizensiert, das hei\u00dft auch ohne Quellennennung verwendbar (ein wichtiges Detail, das zusichert, dass weder Datenintegrationen noch Visualisierungen ohne Quellenangaben Rechtsrisiken schaffen).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem aller komplexeren Abfragen in ein und derselben Tabelle ist, dass sie nicht nur jeweils neue Spalten schaffen, sondern die Tabelle tendenziell verl\u00e4ngern, da Mehrfachnennungen in einer Rubrik in weiteren Zeilen zur selben Person wiedergegeben werden. Die praktische Nutzung der Datenbank besteht darum nicht in der Tabelle, die alle nur denkbaren Parameter in ein einziges Datenblatt bringt, sondern in gezielten Suchen, die eine ganz bestimmte Visualisierung oder statistische Befragung vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Reihe von Visualisierungen \u2013 etwa in Netzwerken, Landkarten, Balkendiagrammen oder Bubble Charts, die quantitative Volumina sichtbar machen \u2013 lassen sich dabei noch ohne weitere Installationen von Werkzeugen im Query Service vornehmen. Sie sind oft schon allein praktisch, da sie aufscheinen lassen, wo eine spezifische Forschung ansetzen sollte: So er\u00f6ffnet der Wikipedia-Artikel zum Gymnasium Illustre &lt;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernestinum_Gotha\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernestinum_Gotha<\/a>&gt; seinen Abschnitt zur \u201eBl\u00fctezeit des Gymnasiums\u201c \u2013 die Perspektive gilt unmittelbar Ernst dem Frommen \u2013 mit der Feststellung, dass er den \u201eS\u00f6hnen verfolgter Lutheraner aus Ungarn, Schlesien, Polen, Russland und Skandinavien Asyl\u201c bot. Mit der Datenbankabfrage der Geburtsorte und deren Projektion auf der Landkarte wird sichtbar, welchen F\u00e4llen hier nachzugehen ist. Skandinavien zeigt sich nur mit den schleswig-d\u00e4nischen Gebieten vertreten, das Baltikum mit traditionell deutsch besiedelten St\u00e4dten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Herkunft-der-Gothaer-Schueler_Ausschnitt-1024x607.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2777\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Abb.1: <em>Einzugsgebiet des Gothaer Gymnasiums Illustre\/ Ernestinum,&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yezpgqds\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/tinyurl.com\/yezpgqds<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Schlesien erweist sich dagegen als prominentes Einzugsgebiet. In die Landkarte l\u00e4sst sich hineinzoomen, jeder angezeigte Treffer l\u00e4sst sich anklicken und leitet direkt in die Datenbankobjekte (vergleichsweise m\u00fchsam w\u00e4re es, gegen\u00fcber der Karte eine Liste nach Schlesischen Orten zu durchk\u00e4mmen \u2013 man sieht Ortsnamen nicht unmittelbar an, wo diese Orte liegen). Komplexere Visualisierungen lassen sich mit dem Datenexport in Softwareumgebungen wie <a href=\"https:\/\/kepler.gl\/\">Kepler.gl<\/a> vornehmen. <a href=\"https:\/\/paulolivier.dehaye.org\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/paulolivier.dehaye.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Paul-Olivier Dehay<\/a><a href=\"https:\/\/paulolivier.dehaye.org\/\">e<\/a>&nbsp;demonstrierte das mit einer dynamischen Visualisierung der Illuminatenkorrespondenz.<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_7');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_2773_1('footnote_plugin_reference_2773_1_7');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_2773_1_7\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[7]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_2773_1_7\" class=\"footnote_tooltip\"><\/span><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Netzwerkanalysen sind im Moment noch vergleichsweise uninteressant: Gute 100 der 4230 Sch\u00fcler sind mit Aussagen zu Mitgliedschaften und Teilnahmen an Ereignissen wie dem Wartburgfest 1817 notiert \u2013 dieses allein zieht&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yg6wq4y7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">21 Treffer<\/a>&nbsp;auf sich bei einer eher kursorischen Erfassung von Ereignissen, die in den Prozess der Entstehung der deutschen Burschenschaften geh\u00f6ren und durch&nbsp;<a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/User:Martin_Gollasch\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/User:Martin_Gollasch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Martin Gollasch<\/a> erhoben wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig \u00fcberraschend, doch nun klar quantifizierbar sind die Angaben zu den besuchten Bildungseinrichtungen. Sie bringen (neben Gothas Gymnasium) die weiterf\u00fchrenden Universit\u00e4ten in den Blick: Direkt nach der Reformation war Wittenberg der nat\u00fcrliche Studienort. Mit der Gr\u00fcndung der von Gothas Herz\u00f6gen mitfinanzierten Universit\u00e4t Jena ver\u00e4nderte sich diese Lage; es entstand eine Universit\u00e4t f\u00fcr die Landeskinder. 195 Sch\u00fcler sind mit Wittenberg als Studienort notiert, 472 mit Jena. Abgeschlagen folgen Leipzig mit 53, Halle mit 46 und in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts \u2013&nbsp;rasch anhebend \u2013&nbsp;G\u00f6ttingen mit 44 Listungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Gothaer-Gymnasiasten-und-andere-Bildungseinrichtungen-1024x599.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2779\" width=\"1024\" height=\"599\"\/><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Besuchte Ausbildungseinrichtungen,&nbsp;<a href=\"\/Users\/simonso\/Desktop\/educating_institution\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Besuchte Ausbildungseinrichtungen,&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yekyov5t\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Balkendiagramm<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Im Moment mit Vorsicht zu erfassen sind die Angaben zu den Studienf\u00e4chern. In der fr\u00fchen Neuzeit sind das in der Regel Angaben zu den vier Fakult\u00e4ten. Dass die Theologie hier an erster Stelle steht, hat vor allem damit zu tun, dass Gothas Pfarrerbuch den Datensatz durchdringt. F\u00fcr 1.038 der Absolventen ist Theologie notiert; f\u00fcr 606 Jura, f\u00fcr 129 Medizin, 122-mal die philosophische Fakult\u00e4t. Im 19. Jahrhundert f\u00e4chert sich dieses Spektrum auf. Die genaue Auff\u00e4cherung bietet die nachfolgende Datenbankabfrage.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Gotha-Studienfaecher-1024x857.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2780\"\/><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Universit\u00e4re F\u00e4cherwahl&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yyt6xe9y\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Universit\u00e4re F\u00e4cherwahl&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yelufkdb\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bubble Chart<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Sehr viel schwieriger ist es, ein Bild der Karrierewege zu geben. Zu mehr als 1.300 der Sch\u00fcler bietet die Datenbank die diesbez\u00fcglichen Angaben \u2013 im Fall der Pfarrer auch mit datierten Dienstverh\u00e4ltnissen. Die Herausforderung liegt in der statistischen Auswertung. Theoretisch k\u00f6nnten wir beliebige Auswertungen inmitten der Datenbank vornehmen \u2013 etwa eine Gliederung der Berufsangaben nach Bereichen wie Verwaltung, Kirche, Milit\u00e4r, Handwerk, Handel. Die Voraussetzung jeder solchen Aufschl\u00fcsselung ist jedoch, dass die nicht ganz 4700 Berufsangaben, die (derzeit) im System mehrsprachig verwaltet werden, zu diesem Zweck konsistent mit den Aussagen belegt sind, die dann in eigenen Spalten angezeigt und statistisch ausgewertet werden k\u00f6nnen. Unsere Karriere-Statements sind im Moment nicht weiter mit Aussagen belegt. Das hat vor allem damit zu tun, dass hier ein \u00fcberaus komplexes Problemfeld liegt. <a href=\"https:\/\/www.geschichte.uni-halle.de\/struktur\/hist-data\/ontologie\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.geschichte.uni-halle.de\/struktur\/hist-data\/ontologie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Katrin M\u00f6ller<\/a>, Datenbank-affine Kollegin an der Universit\u00e4t Halle, untersucht seit Jahren, wie sich deutschsprachige Karriere-Aussagen \u00fcber den Zeitraum von 1680 bis 1830 hinweg wandelten \u2013 ob in Entwertungen der Bezeichnungen oder im Wandel der Berufsfelder, der mit der Industrialisierung an Dynamik gewann. Spannend w\u00e4re es, die Systematiken, die sie erstellte, auf die bei uns get\u00e4tigten Statements zu projizieren. Jede hausgemachte Klassifizierung dieses Gel\u00e4ndes wird vergleichsweise unprofessionell sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Links bieten die Abfrage der \u201eKarriere-Aussagen\u201c und Aussagen zu den beruflichen Positionen, ohne allerdings eben weiter in die Tiefe der hier denkbaren Kategorisierungen zu gehen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Karrieren&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/y2cdlxok\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Berufliche Positionen&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yylyu232\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fragen in die Vernetzung der Information hinein stellen<\/h2>\n\n\n\n<p>Zum Reiz von Wikibase geh\u00f6rt, dass man bei dichter werdender Datenlage sehr schnell Fragen an die Datenbank stellen kann, auf die man es bei der Eingabe der Aussagen durchaus nicht angelegt hat. Wir haben Personen erfasst und zu diesen die Eltern, Ehefrauen und Kinder notiert. Sie alle erhielten eigene Datenbankobjekte (oder hatten bereits Datenbankobjekte, auf die nun verlinkt werden konnte). Wikibase erlaubt es, die auf den verlinkten Gegenst\u00e4nden liegenden weiteren Informationen in Suchen einzubeziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine der Fragen, die sich damit jetzt schon stellen l\u00e4sst, ist die nach der sozialen Herkunft der Sch\u00fcler. Konkretisiert wird sie im Wesentlichen als Frage nach Ausbildung, Beruf und Arbeitsverh\u00e4ltnissen des Vaters \u2013 eine Frage, die mithin an die als V\u00e4ter verlinkten Items zu richten ist. Die M\u00fctter waren in der Regel Hausfrauen, womit bei ihnen eher die Frage zu stellen w\u00e4re, aus welchen Familien sie kamen. Dies wiederum w\u00e4re eine Information, die aus den Datenbankobjekten zu ziehen ist, die bei den M\u00fcttern als deren V\u00e4ter notiert sind. Das dazu ben\u00f6tigte Suchskript l\u00e4sst sich frei formulieren und erlaubt es, eine Tabelle zu erzeugen, in der nun Berufe der Sch\u00fcler auf einer Linie mit den Aussagen zu Bildung und Berufen der V\u00e4ter und der V\u00e4ter der M\u00fctter stehen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sch\u00fclerliste famili\u00e4re Hintergr\u00fcnde: Bildung und Berufe der V\u00e4ter und der V\u00e4ter der M\u00fctter&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/y5l3pn78\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/tinyurl.com\/y5l3pn78\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ein Defizit bleibt dabei, dass wir die Berufe im Moment nicht mit tiefergreifenden und auswertbaren Kategorisierungen verbunden haben. Indes k\u00f6nnen wir nun Fall f\u00fcr Fall sagen, wo Gothaer Gymnasiasten sich in den famili\u00e4ren Karrieregef\u00fcgen bewegten, und wo \u2013 vielleicht \u2013 die Schule ganz eigene Karrierem\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnete. Wir k\u00f6nnen erfassen, in welchen F\u00e4llen die V\u00e4ter dieselbe Schule besuchten, und untersuchen, ob sich die Karriereoptionen im Prozess der Industrialisierung flexibilisierten. Wie geschah der Wandel? Stiegen S\u00f6hne aus den Karrierewegen der V\u00e4ter aus, als sich die Schule im Prozess der Industrialisierung und des aufkommenden Nationalstaates zu einem Karrieresprungbrett entwickelte? Oder bestand das Novum darin, dass noch im Vorfeld der Industrialisierung nun pl\u00f6tzlich Kinder aus bislang unterprivilegierten Elternh\u00e4usern an die Schule gingen, bevor sie danach aus den Gesch\u00e4ften ihrer Eltern aufstrebende Firmen machten?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Datenbank wurde von uns nicht \u201eprogrammiert\u201c, um an sie derartige Fragen stellen zu k\u00f6nnen; sie erlaubt die Fragen, da sie ohne Vorstrukturierung Daten vernetzt, die nun offen befragt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der ungehobene Schatz<\/h2>\n\n\n\n<p>Alle Recherchen im FactGrid lassen sich sowohl mit als auch ohne ein Nutzerkonto ausf\u00fchren \u2013 es gibt keine nur intern sichtbaren Bereiche. Das Nutzerkonto er\u00f6ffnet jedoch weitreichende M\u00f6glichkeiten, eigene Daten einzustellen sowie Suchen in Feedback-Schleifen durchzuf\u00fchren, sprich nach Sicht auf ein Suchergebnis Aussagen zu differenzieren und zu kategorisieren, um danach weiterf\u00fchrenden Aussagen machen zu k\u00f6nnen. Wir sind ausgesprochen an der produktiven Nutzung interessiert, an der Entwicklung der Information in der Hand derer, die als Nutzer am besten wissen, welche Bedeutung spezifische Informationen haben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem aber sollte es interessant werden, die hier angebotene Vorarbeit Heino Richards in der unmittelbaren Arbeit mit der Aktenlage zu nutzen: Es ist von nun an einfach, Namen, die in den Archivalien auftauchen, unmittelbar auf dem Bildschirm zu bringen und die Hintergrundinformationen zu ihnen abzurufen. Die Sch\u00fcler und Lehrer sind breit erfasst, Datenbankobjekte m\u00fcssen nicht mehr neu angelegt werden und k\u00f6nnen nun vergleichsweise einfach mit weiterf\u00fchrenden Informationen angereichert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders spannend im Hinblick auf die Datenlage zum alten Gymnasium werden dabei wohl die historischen Zeugnislisten werden \u2013 nicht nur, weil sich hier die j\u00e4hrlichen Leistungen und Charakternotizen sp\u00e4ter ber\u00fchmt gewordener Sch\u00fcler wie z. B.&nbsp;<a href=\"https:\/\/database.factgrid.de\/wiki\/Item:Q256614\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">August Hermann Francke<\/a>&nbsp;dokumentiert finden \u2013 dessen Name taucht \u00fcbrigens in den Absolventenlisten nicht auf, da er nur kurz das Gymnasium besucht hat und dann von Privatlehrern weiter auf die Universit\u00e4t vorbereitet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier liegt vor allem eine Datenlage vor, der man sich kaum ohne eine Datenbank wird n\u00e4hern wollen \u2013 eine Datenlage der Tabellen von Namen mit Spalten der Beurteilungen. Spannend sind diese Tabellen in ihren sich entwickelnden Beurteilungsrastern wie in den variierenden Aussagen, die die Rubriken f\u00fcllen. Beides, die Kriterien wie die Bewertungsoptionen, k\u00f6nnen wir im Wortlaut an der Dokumentenlage entlang modellieren, da sich beliebige Properties und Items f\u00fcr Urteile bilden lassen (und mit weiteren Aussagen belegen lassen). Wandelten sich die Erziehungsziele und die Urteile mit den Schulprogrammen und unter den ber\u00fchmt gewordenen Reformern? Wie sind die Perspektiven der Lehrer zu bewerten? Korrelieren sie mit den sp\u00e4teren Berufserfolgen? Erweisen sie sich vom Blick auf die Elternh\u00e4user gepr\u00e4gt? \u00c4nderten sich Bewertungen, wenn neue Lehrer Sch\u00fcler \u00fcbernahmen? \u00c4nderten sie sich im Verlauf epochaler Transformationen? Man wird dergleichen Fragen stellen k\u00f6nnen, wo immer die Daten dazu verkn\u00fcpft eingepflegt sind. Das FactGrid sollte hier gerade f\u00fcr Experimente der Forschung offen sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bildungsgeschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ZeugnisFrancke.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2778\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Zeugnisliste des Gymnasiums Illustre aus dem Th\u00fcringischen Staatsarchiv Gotha&nbsp;mit den Beurteilungen August Hermann Franckes, des j\u00fcngsten Sch\u00fclers der Selecta am Ende<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Datenbankabfragen dieses Artikels als \u201eSample Queries\u201c<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Basissuche: einfache Sch\u00fclerliste: Familienname, Listen-Nummer, GND-ID,&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/y6xn2m25\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Landkartenrepr\u00e4sentation Geburtsorte der Gothaer Sch\u00fcler,&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yezpgqds\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Besuchte Ausbildungseinrichtungen,&nbsp;<a href=\"\/Users\/simonso\/Desktop\/educating_institution\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Besuchte Ausbildungseinrichtungen,&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yekyov5t\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Balkendiagramm<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Universit\u00e4re F\u00e4cherwahl&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yyt6xe9y\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Universit\u00e4re F\u00e4cherwahl&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yelufkdb\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bubble Chart<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Karrieren&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/y2cdlxok\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Berufliche Positionen&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yylyu232\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Famili\u00e4re Hintergr\u00fcnde: Berufe der V\u00e4ter und der V\u00e4ter der M\u00fctter,&nbsp;<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/y5l3pn78\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzlink<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"speaker-mute footnotes_reference_container\"> <div class=\"footnote_container_prepare\"><p><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_label pointer\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_2773_1();\">Anmerkungen<\/span><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_collapse_button\" style=\"display: none;\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_2773_1();\">[<a id=\"footnote_reference_container_collapse_button_2773_1\">+<\/a>]<\/span><\/p><\/div> <div id=\"footnote_references_container_2773_1\" style=\"\"><table class=\"footnotes_table footnote-reference-container\"><caption class=\"accessibility\">Anmerkungen<\/caption> <tbody> \r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_2773_1('footnote_plugin_tooltip_2773_1_1');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_2773_1_1\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>1<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Hierzu gibt es seit 2018 ein von Lutz Schilling erarbeitetes elektronisches Findbuch in: Landesarchiv Th\u00fcringen \u2013 Staatsarchiv Gotha, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.archive-in-thueringen.de\/de\/findbuch\/view\/bestand\/21019\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.archive-in-thueringen.de\/de\/findbuch\/view\/bestand\/21019\" target=\"_blank\"><span class=\"footnote_url_wrap\">https:\/\/www.archive-in-thueringen.de\/de\/findbuch\/view\/bestand\/21019<\/span><\/a>.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_2773_1('footnote_plugin_tooltip_2773_1_2');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_2773_1_2\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>2<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Bernhard M\u00f6ller (etc.),<em>Th\u00fcringer Pfarrerbuch<\/em>, Vol. 1: Herzogtum Gotha, hg. Gesellschaft f\u00fcr Th\u00fcringische Kirchengeschichte (Neustadt an der Aisch, 1995), siehe hierzu Olaf Simons, Der erste Band des Th\u00fcringer Pfarrerbuchs (1500\u20131920) als Wikibase-Datensatz, 19. Mai 2019, <a href=\"https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/1923\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/1923\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><span class=\"footnote_url_wrap\">https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/1923<\/span><\/a>.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_2773_1('footnote_plugin_tooltip_2773_1_3');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_2773_1_3\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>3<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Das Memorandum of Understanding dazu ver\u00f6ffentlichten wir am 23. August 2017 im FactGrid Projektblog: <a href=\"https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/118\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><span class=\"footnote_url_wrap\">https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/118<\/span><\/a>.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_2773_1('footnote_plugin_tooltip_2773_1_4');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_2773_1_4\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>4<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Siehe Lydia Pintscher\/ Lea Voget\/ Melanie Koeppen\/ Elena Aleynikovahttps, Strategy for the Wikibase Ecosystem August 2019, S. 9, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/c\/cc\/Strategy_for_Wikibase_Ecosystem.pdf\" target=\"_blank\"><span class=\"footnote_url_wrap\">https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/c\/cc\/Strategy_for_Wikibase_Ecosystem.pdf<\/span><\/a><\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_2773_1('footnote_plugin_tooltip_2773_1_5');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_2773_1_5\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>5<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Siehe \u201eMemorandum of Understanding zwischen der Universit\u00e4t Erfurt und der Deutschen Nationalbibliothek \u2013 das FactGrid wird in einem Gemeinschaftsprojekt auf GND-Daten aufgesetzt\u201c, FactGrid Projektblog, 9. April 2019, <a href=\"https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/1475\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><span class=\"footnote_url_wrap\">https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/1475<\/span><\/a>.<\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_2773_1('footnote_plugin_tooltip_2773_1_6');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_2773_1_6\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>6<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Eine bebilderte Anleitung, wie der QueryService zu bedienen ist, gebe ich hier: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.factgrid.de\/anleitung-datenexport\" target=\"_blank\"><span class=\"footnote_url_wrap\">https:\/\/blog.factgrid.de\/anleitung-datenexport<\/span><\/a><\/td><\/tr>\r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_2773_1('footnote_plugin_tooltip_2773_1_7');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_2773_1_7\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>7<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Siehe Olaf Simons \u201eThe Illuminati Correspondence Fast Forward\u201c, 21. September 2019, <a href=\"https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/1695\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><span class=\"footnote_url_wrap\">https:\/\/blog.factgrid.de\/archives\/1695<\/span><\/a>.<\/td><\/tr>\r\n\r\n <\/tbody> <\/table> <\/div><\/div><script type=\"text\/javascript\"> function footnote_expand_reference_container_2773_1() { jQuery('#footnote_references_container_2773_1').show(); jQuery('#footnote_reference_container_collapse_button_2773_1').text('\u2212'); } function footnote_collapse_reference_container_2773_1() { jQuery('#footnote_references_container_2773_1').hide(); jQuery('#footnote_reference_container_collapse_button_2773_1').text('+'); } function footnote_expand_collapse_reference_container_2773_1() { if (jQuery('#footnote_references_container_2773_1').is(':hidden')) { footnote_expand_reference_container_2773_1(); } else { footnote_collapse_reference_container_2773_1(); } } function footnote_moveToReference_2773_1(p_str_TargetID) { footnote_expand_reference_container_2773_1(); var l_obj_Target = jQuery('#' + p_str_TargetID); if (l_obj_Target.length) { jQuery( 'html, body' ).delay( 0 ); jQuery('html, body').animate({ scrollTop: l_obj_Target.offset().top - window.innerHeight * 0.2 }, 380); } } function footnote_moveToAnchor_2773_1(p_str_TargetID) { footnote_expand_reference_container_2773_1(); var l_obj_Target = jQuery('#' + p_str_TargetID); if (l_obj_Target.length) { jQuery( 'html, body' ).delay( 0 ); jQuery('html, body').animate({ scrollTop: l_obj_Target.offset().top - window.innerHeight * 0.2 }, 380); } }<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neuer Datensatz erm\u00f6glicht es, mit dem Gothaer Ernestinum die Schul- und Bildungsgeschichte von der Reformation bis ins 19. 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